Chile ist nicht gerade als Filmland bekannt und da mutet es schon ein wenig schade an, dass ausgerechnet ein Projekt wie "Bring me the Head of..." das Licht der Welt erblicken durfe. Allerdings hat man aus Kostengründen weitläufig auf alles verzichtet, was den Spaßpegel anheben dürftige: Brachiale Shootouts, eine hohen Bodycount und eine Handlung, die wenigstens ansatzweise zu fesseln vermag.
Das übliche Päckchen Tarantino darf allerdings auch hier nicht fehlen, wobei man die Coolness des Meisters schmerzlich vermisst. Statt dessen wirkt dieses Werk ein wenig, als hätte man Grand Theft Auto für den Flachbildschirm umgesetzt: Ständig muss der eigentliche Held (ein DJ-Softie) Missionen erfüllen, stolpert dabei durch verwegene Szenarien und trifft ebensolche Typen.
Die eigentliche Hauptfigur - eine Strapslady mit MGs und dem Aussehen von Penélope Cruz - wird hingegen schnell zur Nebensächlichkeit degradiert. Wer sich auf sexy Girls with Guns-Action freut, der wird zerknirscht feststellen, was der Streifen alles hätte sein können, hätte man nicht der konstruierten und doch völlig inhaltlich leeren Story den Vorzug gegeben, sondern sich auf die wahren Werte besonnen.
Deshalb ist "Bring me the Head of..." so staubig wie nichtssagend und kommt einem trotz seiner geringen Laufzeit von gerade mal 73 Minuten seltsam langatmig vor. Ganz bestimmt nicht der beste GwG-Vertreter weil die Action fehlt und der Spaßfaktor sich in Grenzen hält. Haben Südamerika und Mexiko immer wieder echte Trash-Qualitäten bei ihren cineatischen Outputs bewiesen, so ist dieses B-Movie allenfalls eine Randerscheinung.
4 von 10 Punkten.