Corey und Terrence sind zwei junge, gut aussehende Kleinganoven die ihren Lebensunterhalt durch diverse Kleindiebstähle bestreiten. Als sie eines Tages das Angebot eines geheimnisvollen und mysteriösen Mannes bekommen, für viel Geld den sagenumwobenen Stein des Lazarus aufzustöbern, stürzen sie sich in das Abenteuer ohne zu wissen womit sie es zu tun haben werden. Der Stein des Lazarus ist ein uraltes Relikt um verstorbene Seelen zurück ins Leben holen zu können. Doch nicht nur die beiden Männer sind nun hinter dem wertvollen Amulett her das gestohlen wurde, sondern auch der heidnische Dämonführer Magus. Gefährliche Monsterkreaturen und dämonische, aufreizend, sexy Frauen sollen die beiden von ihrem Weg abbringen damit die verdammten Seelen der Unterwelt nach oben steigen können...
Wenn man sich die Inhaltsangabe so durchliest, könnte man meinen sich in einem spannenden Horrorstreifen mit Dämonen und Seelenfängern und so zu sein. Allerdings ist so ziemlich das Gegenteil davon der Fall, Horrorelemente werden bestenfalls am Rande gestreift und dienen maximal dazu den einen oder anderen Gag seitens der Protagonisten loszuwerden. Soulkeeper ist eigentlich nix anderes als eine Komödie, die zwei tumben Möchtegerngauner werden dabei in allerlei Situationen hineingehievt, die manchmal durchaus amüsant sind, oft aber auch reichlich bescheuert rüberkommen. Zunächst aber mal wieder ein herzliches Dankeschön an die Synchroabteilung. Wo treibt ihr eigentlich immer derart lustlose und untalentierte Sprecher auf? Gut, das es den Filmgenuß wesentlich stört macht ja keinem etwas aus, aber muß man sich für den Job irgendwie qualifizieren oder disqualifizieren? So deppert dahernuscheln kann ich bestenfalls immer erst ab ca. zwei Promille. Ok, dafür kann der Film ja nix, wohl auch nicht für den schwuchteligen Akzent den hier alle drauf haben, für das ausbaufähige Drehbuch allerdings schon. Manche der Gags sind wirklich gut, während mindestens die Hälfte eher unter der Abteilung Rohrkrepierer zu verbuchen sind, etwas mehr Sorgfalt beim Scriptwriting und aus dem Film hätte deutlich mehr werden können, so schleppt er sich doch eher gemächlich dahin. Absolut amüsant ist dabei die Auswahl der prominenten Gastrollen, mit dabei sind B-Film Ikonen wie Karen Black, Brad Dourif, Tommy Lister und Robert Davi, diese sind zwar jeweils vielleicht fünf Minuten zu sehen, trotzdem sind das alles Leute die man gerne mal sieht, auch wenn sie nur einen routinierten Cameo geben, der Rest des Casts ist mit durchschnittlich ausreichend beschrieben. Selbiges gilt für die Special FX, der Blutgehalt hätte deutlich höher ausfallen können, aber wie gesagt Comedy rules here.
Man kann sich mit Soulkeeper ganz zufriedenstellend beschäftigen, wenn man mit der richtigen Prämisse reingeht. Wer 90 Minuten gerne mal dümmlich vor sich hingrinst ist hier sicher besser aufgehoben als die Splatterfraktion, einige Lacher sind drin, mehr aber auch nicht
5/10