Eine Nacht, die man... recht schnell vergisst
"21 & Over" ist ein ziemlich schlechter Film. Und trotzdem verspricht er gar nicht mehr zu sein als ein hyperaktiver Mix aus "Hangover", "Superbad" und "American Pie". Ein dummer, platter und niveauloser Klamauk zum Nebenbeilaufenlassen beim Vortrinken. Ein Partyspass ohne Tabus. Zwei Chaoten besuchen ihren besten Freund aus Kindertagen am College, da dieser endlich 21 und erwachsen wird. Und natürlich gerät die Nacht außer Kontrolle und ihre Freundschaft wird auf harte Saufproben gestellt...
Ich hätte nicht gedacht, dass ich Miles Teller mal so nervig finden könnte. Den mag ich sonst nämlich sehr, hier ist er kaum auszuhalten. Aber ein solches A-Loch muss man auch erstmal spielen. Ansonsten wirkt die Dreiertruppe eher provisorisch zusammengeschustert und chemielos. Die Partys, Pannen und Peinlichkeiten haben es jedoch in sich. Selten bis nie habe ich so viel Trinkspiele in einem Film gesehen. "Project X" ist trotzdem der wesentlich bessere Partyfilm. "21 & Over" schwimmt eher auf dieser Welle mit und bietet selten dämliche und wenig erinnerungswürdige Szenen. Sogar ein paar fragwürdige. Hat den Machern einer gesagt, dass es bei Filmen nicht so ist wie bei Partynächten? Hier vergisst man die besten nicht automatisch.
Fazit: saufen, fluchen, zwischendurch mal schmunzeln oder fremdschämen - "21 & Over" liefert das, was er verspricht. Party, Palmen, Weiber und 'nen Bier. Oder fünfundzwanzig. Wenn die Latte mal tief liegen muss...