„Cliffhanger“ ist einer der besten Filme von Sylvester Stallone und Regisseur Renny Harlin.
Story:
Hal Tucker (Michael Rooker) und seine Freundin beschließen eine Bergtour nachzugehen. Da aber schlechtes Wetter aufzieht und Hal sich eine leichte Verletzung am Oberschenkel zugezogen hat, müssen beide vorzeitig Rast auf einem Hügel machen.
Währenddessen verständigen sie den erfahrenen Bergsteiger Gabe Walker (Sly), Jessie Deighan (Janine Turner) und Hubschrauberpilot Frank (Ralph Waite) um beide zu retten und sicher ins Tal zu befördern.
Ausgenommen Hal Tucker´ Freundin gehören alle der Bergwacht an.
Bei Hal läuft alles einwandfrei und er kommt auch sicher auf die andere Seite, wo auch schon der Hubschrauber auf ihn wartet.
Leider passiert bei Hals Freundin ein Missgeschick und es löst sich der Haken, der das Seil festhielt. Da sie droht abzustürzen, beschließt Gabe Walker (Sly) sich ihr zu nähern und ihr zu helfen.
Doch er kann sie nicht mehr rechtzeitig festhalten und sie stürzt in die Tiefe.
Das ist die spannendste Szene im ganzen Film.
Da Gabe sich für ihren Tod selbst Vorwürfe macht, zieht er für 8 Monate weg und versucht somit die Geschehnisse zu verarbeiten.
Währenddessen versucht der gesuchte TOP-Verbrecher Eric Qualen (John Lithgow) mit seiner Truppe einige Geldkoffer vom Zoll in der Luft zu erbeuten.
Allerdings läuft etwas schief und sie verlieren die 3 Geldkoffer und müssen mit ihrer Maschine im Gebirge notlanden.
Da sie sich in der Gegend sehr schwer tun und die Geldkoffer nur mühsam lokalisieren können, holen sie sich Hilfe bei der Bergwacht.
Gabe Walker (Sly) und Hal Tucker (Michael Rooker) machen sich auf die Suche nach den abgestürzten Überlebenden.
Als sie sie finden, müssen sie feststellen das es sich um eine Falle handelt.
Die Verbrecher nehmen beide als Geiseln.
Daraufhin machen sich Gabe & Hal inkl. der Gangster auf die Suche nach den Geldkoffern.
Schauspieler:
Sylvester Stallone spielt Gabe Walker.
Er muss zwar nicht so viel schauspielerisches Talent aufweisen wie bei seinen anderen Filmen wie Rambo und Rocky wirkt aber dennoch überzeugend.
Vor allem als er nach fast 1 Jahr wieder zurückkehrt und das Gespräch mit Jessie Deighan (Janine Turner) führt, bringt Sly die Gebrochenheit die sein Charakter mit sich bringt, sehr überzeugend rüber.
Somit kann Sly in den wenigen ruhigen Momente sehr gut punkten.
John Lithgow spielt Eric Qualen.
Diesen spielt er herrlich fies, das es eine wahre Freude ist ihm zuzuschauen. Ihn interessiert nur das Geld und er würde zudem seine eigene Verbrechertruppe opfern um an die Kohle zu kommen.
Die Tatsache, das er dabei immer so ruhig bleibt, lässt ihn noch bedrohlicher wirken.
Einer der besten Bösewichte den das Actionkino je hervorgebracht hat.
Michael Rooker spielt Hal Tucker.
Die Gebrochenheit, die er nach dem Verlust seiner Freundin rüber bringt ist ebenfalls gekonnt dargestellt. Man merkt als Zuschauer einfach wie er leidet und das er nach dem Unglück, obwohl es bereits 1 Jahr her ist, den Schmerz noch nicht überwunden hat.
Janine Turner spielt Jessie Deighan.
Sie kennt die Umgebung gut und beherrscht auch dem Umgang mit dem Hubschrauber.
Sie ist Gabe´s Ansprechpartner und steht ihm immer zur Seite wo sie nur kann.
Ralph Waite spielt Frank.
Er ist auf Gr. seines Alters sehr erfahren und ein sehr guter Hubschrauberpilot.
Er sorgt für eine Menge Witz und ist für jeden Spass zu haben.
Inszenierung:
Die Action ist von Renny Harlin absolut erstklassig inszeniert.
Es gibt ein paar wenige Shootouts, die aber recht blutig sind.
Zudem gibt es einige Explosionen die auch sehr ansehnlich inszeniert sind. Aber diese hat er ja seit „Die Hard 2“ gekonnt drauf.
Die Action ist zwar nicht übermäßig viel inszeniert aber immer an der richtigen Stelle zum Film passend.
Man darf halt keine Actionoverkill erwarten. Viel mehr ist es die Spannung, Atmosphäre und vor allem die tollen Aufnahmen die "Cliffhanger" zu einem wirklichen Actionhighlight machen.
Renny Harlin und sein Kamerateam haben die Außenaufnahmen von den Gebirgen absolut Spitze eingefangen. Schon alleine dieses Szenario sorgt schon mal für Abwechslung zu dem sonst so üblichen Standard-Actionfilmen.
Die Stunts sind ebenso absolut fantastisch inszeniert. Vor allem als die 2 Kids von den Felsen runter jumpen, das sieht einfach in dem Moment nur geil aus.
Oder als Sly dem einen Gangster als Schlitten benutzt und auf ihm den Abhang hinunterrutscht und ihm dabei das Gesicht in den Schnee drückt.
Was auch gut ist, wenn auf der guten Seite jemand dran glauben muss, dann wird es gekonnt in Zeitlupe und ohne das man das Gewehrfeuer hört, gezeigt.
Dadurch sterben die Protagonisten zwar etwas heldenhaft, wirkt aber passend zu jeweiligen Situation und keineswegs aufdringlich.
Die Fights im Film sind auch sehr blutig geraten und alles andere als zimperlich.
Da wird auch schon mal ordentlich Blut gespuckt und Knochen gebrochen.
Somit geht die 18er Freigabe durchaus in Ordnung, aber die Indizierung wirkt dennoch übertrieben.
Der Film bietet zwar auch etwas Humor, aber nur sehr wenig. Hier und da gibt es mal ein paar Sprüche, aber diese reichen nicht an Filme der Marke „Last Boy Scout“ oder Sly´s ebenfalls zuvor erschienenen „Demolition Man“ heran.
Fazit:
An „Cliffhanger“ gibt es fast keinerlei Kritikpunkte.
Die Inszenierung, Spannung, Atmosphäre, Schauspieler und die großartigen Bilder sind allesamt für einen Actionfilm aus dieser Zeit hervorragend.
Schade nur, das die Story nicht etwas komplexer ist, und
man ein paar überraschende Wendungen nicht mit eingebaut hat.
Trotz dieses minimalen Kritikpunktes meinerseits ist der Film für jeden Actionfan Pflicht.