Mit Cliffhanger kam ein Film in die Kinos, der das Actionmaß neu definierte. Vor solch einer luftigen und hohen Kulisse haben die wenigstens Helden ihren echten Mann gestanden, doch Sly beweist wieder einmal sein Händchen für schonungslose sowie kompromisslose Action.
Nachdem RAMBO II & III nicht den Erfolg von Teil eins wiederholen konnten und Sly-Image schon ziemlich ramponiert war, konnte er sein Negativimage mit Demolition Man wieder etas aufpolieren. Cliffhanger ist eventuell mit Abstand der beste Film, den Sly jemals gedreht hat.
Im Verlgeich zu den Actionblockbustern der damaligen zeit, setzt Cliffhanger absolut neue Maßstäbe. Die beeindruckende Kulisse der Rocky Mountains lässt im Betrachter eine Urangst emporkommen: die Angst vor der endlosen Tiefe. Regisseur Harlin - der ebenfalls bei Die Hard II Regie führte - setzte mit Cliffhanger ein imposantes Leinwandspektakel in die Kinos.
Sicherlich darf man die Logik an manchen Stellen ausser Acht setzten. So ist es zum Beispiel ziemlich unrealistisch, dass ein Mann nur mit einem T-Shirt allein in eisigen Höhen klettert oder nach einem Bad im Bergsee, dessen Eisschicht mehrere Centimeter dich ist, locker und lässig in T-Shirt und Jacke dasitzt und keineswegs friert. Doch das es bei Filmen mit Stallone selten an das logische Verständnis geht, sollte spätestens seit Rambo klar sein.
Nichtsdestotrotz stellt Cliffhanger einen imposanten und höchstdramatischen Actionthriller dar. Dies liegt allein schon an der atemberaubenden Spannung die dadurch aufkommt, dass wir eigentlich zwei Duelle vorgeführt bekommen. Einerseits kämpft der Bergsteiger Gabe Walker (Silvester Stsallone) gegen das von seinem Freund Hal Tucker (Michael Rooker) angeführt Gangsterduo darin, dass es ein Wettkampf darum gibt, wer zuerst die Koffer mit dem Geld findet. Andererseits kämpfen beide um ihr nacktes Überleben. Diese Dramatik gibt der Film eine - trotz eventueller inhaltlicher Mängel - spannende Handlung.
Im Bereich der Action ist Cliffhanger einfach genial. Neben ordentlichen Prügelszenen, die durchaus brutal sind, kommt es zu mehreren Schießereien, Drahtseilakten in diversen Felswänden sowie zu einem atemberaubenden Showdown auf dem Rücken eines HElikopters, der in der Felswand festsitzt. Also das Herz des Actionsfans beginnt hier beinahe schon aus demBrustkorb zu springen.
Cliffhanger kann ich Vergleich zu anderen Stallone Produktionen zwar keinen so äußerst hohen Bodycount vorweisen, jedoch sind die Tötungsarten hier von der etwas originelleren Art. So kommen Eispickel oder Tackerpistole zum Einsatz. Überhaupt ist Cliffhanger ein äußerst robuster und schonungsloser Actionthriller, dem es an der ein oder anderen netten blutigen Szene in keinster Weise fehlt. Allerdings sei hier die Betonung darauf gelegt, dass man sich nur die Uncut-Version anschauen sollte, da die 16er Version erhebliche Mängel darin aufweist, dass willkürlich gekürzt wurde und das zum Teil auch der Handlung schadet, da die Szenen bruchstückhaft einander gereiht wurden.
Charakterlich kann man Stallone eine wirkliche Weiterenticklung im Gegesatz zu Rambo II & III attestieren. Immerhin schafft er es nun auch mehrer Sätze mit Inhalt aneinander zu reihen und auch seine Mimik und Gestik haben wesentlich auftrieb erhalten. Neben Sly spielt sich vor allem John Lithgow alias Eric Qualen - der Kopf der Bösewichte - in den Vordergrund. Seine komrpomisslose und skruepllose Art geben einen geiwtzten und eiskalten Bösewicht ab. Dies manifestiert sich darin, dass er sogar seine Geliebte für den Erfolg der Sache opfert.
Fazit:
Cliffhanger ist ein wahres Muss für jeden Actionthriller-Fan. Stallone spielt eine seiner dramatistischen und eindrucksvollsten Charakterdarstellungen und die beeindruckende Kulisse verleihen dem Film ein einmaligen und eigenwilligen Charakter. Somit kommt diesen Actionfeuerwerk mit satten 9/10 davon.