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Rollo Treadway beschließt zu heiraten. Heute noch. Dumm nur, dass die angebetete Betsy davon nichts weiß und ihm kurz darauf auf Nachfrage einen Korb gibt. Enttäuscht tritt Rollo die Hochzeitsreise alleine an, landet aber versehentlich auf dem falschen Schiff. Irgendwie landet auch Betsy auf der „Navigator“ und so treiben die beiden unfreiwillig auf der offenen See. 

Hier müssen sich die beiden miteinander und der Situation arrangieren und einen Großteil seines Unterhaltungswerts bezieht der von Buster Keaton und (teilweise) Donald Crisp inszenierte Streifen aus dieser Situation. Keaton übernahm auch die Hauptrolle und gehört „The Navigator“ auch zu seinen erfolgreicheren Filmen, so gehört er in meinen Augen nicht zu seinen besten. Die Hintergrundgeschichte, die zu Beginn etabliert wird, ist dabei relativ egal und dient nur dazu, die eigentliche Bühne auf dem treibenden Schiff herbeizuführen. Dort versucht sich das Skript dann an diversen Ideen rund um die Nutzung des schwimmenden Schauplatzes und die Bewältigung des Alltags, was aufgrund der verwöhnten Protagonisten und deren Entwicklung hin zur Automatisierung diverser Abläufe durchaus zum Schmunzeln anregt. Die Unterwasserszenen sind sichtlich aufwendig und das Duell mit einem Schwertfisch ein kleines Highlight. Dennoch vermag „The Navigator“ nicht so viele Treffer wie erhofft zu landen. Vielleicht ist es das begrenzte Setting, aus dem man noch mehr hätte rausholen können, vielleicht der Fokus auf meist zwei Person mit Keaton und seiner Filmpartnerin Kathryn McGuire. Beide liefern allerdings eine gute Vorstellung mitsamt dem gewohnten Slapstick und nicht ohne Verve, auf technischer Seite ist „The Navigator“ dazu auch recht gelungen. 

„Danger – Men at work“

Mit seiner memorablen Unterwassersequenz und manch flottem Einfall vermag „The Navigator“ zu unterhalten und gehört trotz des kommerziellen Erfolges für mich nicht zu seinen besten Filmen. Gut anschauen kann man das Werk trotzdem, man bekommt Witz und ein paar ansehnliche Stunts. Macht unterm Strich mit seinen über hundert Jahren jedenfalls mehr Spaß als vieles von heute. 

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