Muss in keinem Schatten stehen!
In „Seven Channces“ versucht Buster Keaton an ein riesiges und wichtiges Erbe zu kommen. Doch dazu muss er bis abends heiraten. Und seine Herzdame lehnt ihn strikt ab. Findet er noch eine neue Heiratswillige in der Stadt? Ein rasantes Rennen gegen die Zeit und um die Herzen beginnt…
Der Heiratssprinter
Die erste Hälfte ist eine charmante frühe RomCom, die von den Ealing Studios bis zu Woody Allen viel inspiriert hat in den Jahrzehnten darauf. Von den glasklaren (und allesamt unterlegenen!) Remakes will ich dabei gar nicht erst anfangen. Die zweite Hälfte ist ein einziger Actionshowdown und eine waghalsige Stuntshow durch die gesamte Stadt. Inklusive riesigen Steinigungen, Autocrashs und Herzinfarkten sowie Herzensbrechern. Zusammen ergibt das einen der kurzweiligsten, lückenlosesten und besten Kurzfilme, die Mr. Keaton je gemacht hat. Und das heißt etwas, er hat auch unter seinen Shorties einige Hochkaräter. Und vielleicht ist „Seven Chances“ sogar das Kronjuwel unter ihnen. Zumindest ist er einer meiner absoluten Lieblinge von ihm. Der geht eigentlich immer, der läuft vielen davon!
Abzüge für eine komplett unlustige und unnötige Blackface-Nebenhandlung
Fazit: Süß, witzig, schnell. Und mit einem filmischen Finnish im legendären Stunt-Sprint-Modus, das in Sachen Kreativität, Geschwindigkeit und Punktgenauigkeit bis heute Seinesgleichen sucht. Noch immer höchst beeindruckend, noch immer ein Crowdpleaser - sowohl was Liebe als auch Action angeht!