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Justizsenator Ertel steht am Abgrund: Seine Gelegenheitsgeliebte, Kindergärtnerin Vivian, beschuldigt ihn der Vergewaltigung. Das Paradoxe daran: Vivian ist bekannt dafür, kein Kind von Traurigkeit sein. Sie lässt sich – süchtig nach dem Gefühl, begehrt zu sein – immer wieder auf sexuelle Abenteuer ein. Doch dieses eine Liebesspiel mit Justizsenator Ertel wird für Vivian zum Albtraum: Getrieben vom Drang der sexuellen Macht eskaliert das Rollenspiel und Ertel geht den entscheidenden Schritt zu weit.

Die Quote bei Sat 1 schien ja gestimmt zu haben und schon drehte man einen zweiten Film um die beiden Juristen Actis und Schwadorf, nur das die beiden sich diesmal auf unterschiedlichen Seiten des Gerichtes befinden. Hier wird gezeigt das es in der Politik auch nicht moralischer zugeht als in der VW Chefetage und auch Senatoren beim zwischenmenschlichen Rollenspiel über die Stränge schlagen und dafür im Gegenzug wegen Vergewaltigung verklagt werden.
Die Hauptstory ist da soweit in Ordnung, dafür aber wirken die Seitengeschichten doch arg konstruiert. So hat Actis selbst den Ort des Liebesspiels, ein Hotelzimmer, gebucht und zudem wird auch seine Frau involviert, da unser Chefjurist seinen kleinen Doktor ebenfalls gelegentlich anderweitig versenkt.
Schauspielerisch gibt es dabei kaum etwas zu beanstanden, aber im Grunde läuft alles auf ein recht biederes Gerichtsdrama hinaus. Der Vorgänger war für mich schon begrenzt interessant, da ist Elemente des Zweifels sogar ein wenig spannender ausgefallen, aber für wirklich fesselnde Gerichtsaction sollte man eher zu den üblich verdächtigen John Grisham Verfilmungen greifen.
5/10

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