kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 12.01.2014
Actionstar goes Drama, Nonne goes Street. "Hummingbird" ist auf Anhieb oberflächliches Sozialdrama, das auch bei Actionfans auf Beutefang geht, doch eigentlich ist es nur der Plot an sich, der ein oberflächliches Bemühen zeigt, die Figuren jeweils auf links zu drehen. Das Drehbuch im Detail macht aus der Grundidee durchaus etwas, das als Drama funktioniert und keinen Leerlauf kennt. Es bewegt Nonne wie Kriminellen / Obdachlosen nur zaghaft in die jeweils entgegengesetzte Richtung, so dass erst in der Nachbetrachtung die allzu offensichtliche Eichung auf das schicksalgeleitete Ende negativ auffällt, das aktive Sehvergnügen jedoch leidet kaum darunter.
Dafür sorgt unter anderem auch eine Regie von sicherer Hand, ein gewählter Stil, die Meidung überflüssiger Szenen, ein im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr gut spielender Hauptdarsteller sowie ein erfrischend andersartiger Co-Star an seiner Seite (in einem größeren Budgetrahmen hätte man womöglich Scarlett Johansson unter die Robe gepackt).
Hat man also die Prämisse einmal akzeptiert, erlebt man mit "Hummingbird" ein intensives Drama, das Stathams neuen Ruf nicht nur noch als Fließband-, sondern inzwischen Edel-Fließbandarbeiter weiter untermauert.
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