Da entschließe ich mich nach Ewigkeiten mal wieder in die Sneak Preview zu gehen und dann das... EVIL DEAD.
Trotz der Tatsache das man hier in Deutschland in den Kinos mit der R-Rated vorlieb nehmen muss, war ich dennoch voller Freude und kann nach Sichtung sagen ich wurde keineswegs entäuscht.
Story:
Um ihre Drogensucht in den Griff zu bekommen, fährt die junge Mia (Jane Levy) gemeinsam mit einigen Freunden und ihrem Bruder David ( Shiloh Fernandez) in eine Waldhütte. Nachdem Mia in der Vergangenheit bereits eine Überdosis hatte sind ihre Freunde fest entschloßen alles dafür zu tun, damit sie endlich von den Drogen weg kommt... Als Mia einen merkwürdigen Gestank wahrnimmt, wollen ihr die anderen erstmal nicht glauben, doch als sie eine Luke im Boden entdecken und diese hinabsteigen finden sie dort etwas erschreckendes... neben einem Haufen toter Katzen finden sie ein Buch... ein Buch was besser niemals gelesen wäre worden...
Wie die Story weitergeht muss an dieser Stelle sicherlich nicht veraten werden, eingefleischte Fans des Originals dürften hier kaum Probleme damit haben zu deuten was wohl als nächstes passiert...
Regiesseur Fede Alvarez der vor diesem Film nur für Kurzfilme verantwortlich war, liefert mit "EVIL DEAD" ein Remake ab, das sich gewaschen hat. Während die Horror-remakewelle der letzten Jahre gleichermaßen für fantastische wie auch für eher maue Machwerke gesorgt hat, war dieser Film wohl schon von Produktionsbeginn an ein Film bei welchem man sich gedanken gemacht hat.
Wie liefern wir den Fans das was sie wollen...
Während einige der Remakes einfach nur heruntergekurbelt und fast komplett kopiert werden, hat man zwar die Grundstory beibehalten, aber durch diverse kleinere Änderungen und eigene Ideen hat man der Geschichte einen neuen Touch verliehen.
Im Gegensatz zum Original von Sam Raimi hat man den Humor und Klamaukfaktor runtergeschraubt. Zwar ist das ganze nicht Bierernst aber der Unterschied ist schon klar erkennbar.
Das Remake setzt eher auf eine düstere Stimmung. Während sich die Spannung langsam aufbaut, versteht es Alvarez gekonnt immerwieder Schreckmomente einzubauen, welche beim Kinopublikum sichtbar ihre Wirkung gezeigt haben.
Was das Original ebenfalls zu einem Klassiker und hier in Deutschland immernoch beschlagnahmten Titel gemacht hat, sind sicherlich die Splattereffekte. Was da 1981 auf den Zuschauer losgelassen wurde, war sicherlich nicht ohne... Alvarez hat sich da nicht lumpen lassen und "Evil Dead 2013" ist ebenfalls zu einer Schlachtplatte geworden die jeden Splatterfreund mehr als zufrieden stellen dürfte.
Hier werden Ärme durchgesägt, mit der Nagelpistole auf Leute geschoßen und Blut gekotzt bis der Arzt kommt.
Die Mischung aus CGI und Handmadeeffekten kann man hierbei durchaus als gelungen bezeichnen.
Und ja auch die Vergewaltigungsszene welche im Original ja schon Kultstatus hatte gibts hier zu bestaunen, zwar in abgewandelter Form aber immernoch recht sehenswert.
Zu den Darstellerleistungen:
Während man im Original stets den Obercoolen Bruce Campell bestaunen durfte hat man hier auf eher unbekannte Gesichter gesetzt. Mir kam zumindest keines der Gesichter sonderlich bekannt vor. Wie es im Horrorgenre eigentlich üblich ist, wird hier wohl keiner ne Osarnominierung erhalten, aber unter den vorgegebenen Umständen erfüllen sie dennoch ihren Zweck und Ausfälle sind keineswegs zu beklagen. Die junge Jane Levy hat zudem eine wirklich extreme Ähnlichkeit mit Emma Stone...
Fazit:
Ein Remake auf das sich das warten gelohnt hat.
Zwar bleibt das Storygrundgerüst aus dem Original aber durch diverse Änderungen dürfte "Evil Dead 2013" wohl für längere Zeit in Errinerung bleiben. Klasse Schock und Splattereffekte ( bestimmt ein dutzend Frauen sind vorher aus dem Film gegangen weil es zu heftig war) ein guter Spannungsbogen und einige Hommagen an das Original machen den Film zu einem der besten Remakes von Horrorklassikern. Da ich zwischen 8 und 9 Punkten schwanke vergebe ich hier eine 8,5.