Review

Ein in meinen Augen durch und durch enttäuschendes Remake, das weder die in der sog. "Fach"presse geschürten Erwartungen, geschweige denn die eindringliche Atmosphäre des Originals auch nur annähernd zu erreichen vermag. 


Die neu erzählte Story um eine weibliche Hauptfigur und deren Drogenentzug an sich finde ich gar nicht schlecht - auch ist dem Film positiv anzurechnen, dass er gar nicht erst versucht das Original eins zu eins nachzuerzählen. Das war es dann aber leider auch schon mit den positiven Aspekten, es sei denn, man gibt sich mit einem hohen, jedoch hirn- und atmosphärelosen Blutgehalt zufrieden. 

Denn weder die Figuren (ok, das war im originalen Evil Dead auch nicht anders) noch das okkulte Drumherum um das Necronomicon und den Dämonenfluch können auch nur annähernd die atmosphärische Dichte des Originals erreichen. Die hypergenialen Kamerafahrten die zu Beginn selbstzweckhaft zitiert werden können darüber ebenso wenig hinwegtäuschen wie die Tatsache, dass es keinerlei wahnwitzig genialen Einfälle zu verbuchen gibt, wie sie etwa der Schluss des ursprünglichen Evil Dead aufweisen konnte, als Ash ganz allein dem Wahnsinn nahe in der Hütte verblieb. Die Gewaltszenen gegen einander abzuwägen ist mir zu doof - da bin ich mittlerweile zu alt für.

Fazit: Schade - ich bin angesichts der überall zu lesenden positiven Reviews echt enttäuscht von diesem -im Endeffekt- recht biederen Remake, das zwar recht blutig, aber völlig ohne Atmosphäre und technische Finesse daherkommt. 

10 Punkte für das Original (unvergessen dessen erste Sichtung in den 80'ern) - 3 Punkte für diesen lauen Aufguß. 

Und wieder auf der Blacklist einiger Gorebauern - aber: so what !  

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