Review

Eigentlich hätte ich es mir schon denken können… ein  hochglanzpolierter R-Rated-Streifen möchte es mit dem dreckig-trashig-innovativen Anarcho-Goretrip THE EVIL DEAD aufnehmen.

Und es kam, wie es kommen musste: das Remake war dem Original in keinster Weise ebenbürtig!

Bitte nicht falsch verstehen! Neuinterpretationen können durchaus auch neue Impulse setzen und mit eigenen Ideen frisch-frech-innovativen Wind in die Kinosäle blasen. Hier jedoch hat es, wie in den allermeisten Fällen, nicht funktioniert.

Was war gut?

-    es wurde durchaus kräftig gesplattert, und zwar mit   größtenteils handgemachten Effekten (jedoch nicht so drastisch wie im Original, welches seine Splatterszenen seiner Zeit regelrecht zelebrierte)
-    die Entzugs-Idee war neu und interessant

Das wars auch schon… nun aber kommen wir zu den negativen Punkten:

Was war schlecht?

-    keine besonders gute und/oder gruselige Atmosphäre
-    keine kreativen Kameraeinstellungen
-    keine Suspense
-    schlechte Masken
-    eine der Schlüsselszenen (ich nenne sie mal Öko-Vergewaltigung) ist im Remake total unschockierend
-    der Schluss war mit Verlaub gesagt Kacke
-    die Hochglanzoptik passte hier überhaupt nicht
-    die Schauspieler waren belanglos, keine „Identifikationsfigur“ ist zu finden, der man das Überleben wünscht
-    der total sinnfreie und unlustige Cameoauftritt von Bruce Campbell nach dem Abspann

Wo Sam Raimi, Tobe Hooper, Wes Craven oder George A. Romero seiner Zeit mit wenig Budget und viel Herzblut die gesamte (Horror)Filmwelt auf links gezogen haben und das Genre nachhaltig und markerschütternd beeinflusst haben, bekommt man heutzutage fast nur noch aufgewärmte Blutwurstsuppe mit fadem Geschmack auf den Tisch geknallt! Schade!

2/10

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