Mia hat ein Problem: Sie ist drogenabhängig. Um sie endlich von ihrer Sucht zu befreien, reisen ihr Bruder David sowie ihre Freunde Eric, Olivia und Natalie in die Wälder zu einer verlassenen und einsamen Hütte - wie es scheint der ideale Ort für Mia, um sich von ihrer Drogensucht loszureißen. Bis die fünfköpfige Gruppe ein mysteriöses Buch entdeckt, dessen Aura sie in Beschlag nimmt. Der Wald erscheint plötzlich feindselig und es spielen sich merkwürdige Dinge um und in der Hütte ab; Panik bricht aus. Plötzlich verliert ein Teenager nach dem anderen die Kontrolle über seinen Körper.
Es ist ja fast schon erstaunlich beim gegenwärtigen Remakewahnsinn, das der Klassiker Tanz der Teufel nicht schon längst neu aufgelegt wurde. Da zumindest Teil 2 und 3 zu meinen Lieblingen zählen, durfte gleich mal ein wenig mulmig werden, hatte man doch für den Regieposten namens Fede Alvarez gewählt, der maximal mit ein paar Kurzfilmen vorher von sich reden gemacht hat. Man kann aber sagen, das trotz kleinerer Sachen, die mir nicht so gefallen habe, macht er seine Sache recht ordentlich.
Wem man hier in der Neuauflage schmerzlich vermißt ist unser aller Lieblingsverkäufer aus der Haushaltswarenabteilung ist nicht nur die Figur Ash, sondern natürlich auch dessen Darsteller Bruce Campbell. Von den hiesigen Jungnasen hat leider niemand auch nur annähernd dessen Charisma, selbiges gilt aber auch für den Humor, der bei Sam Raimi durchaus vorhanden war, hier aber völlig auf 0 runtergefahren wurde.
das genaue Gegenteil dafür in Sachen Härte. Was hier alles gesenst, geschnitzelt und abgeschnitten wird ist schon harter Tobak. Sogar die berühmte Baum-Vergewaltigung fällt hier fast noch ein wenig intensiver aus, als im Original. Klar, das nach über 30 Jahren auch die technischen Möglichkeiten ganz andere sind. Hier wird sauber gewerkelt und vor allem sind die Effekte noch von der guten hausgemachten Sorte. Splatter Freunde dürfen jedenfalls bedenkenlos zugreifen.
Das Nekronomikon darf natürlich auch wieder den Auslöser des ganzen Übels spielen, die Hand entwickelt ebenfalls wieder ihr Eigenleben und auch die Kamera ist bei den nächtlichen POV Fahrten wieder auf den Weg durch den Forst, aber Alvarez versucht auch zumindest auch eine eigene Geschichte zu erzählen und nicht nur einfach nachzuplappern. Natürlich kann man immer noch über Sinn und Unsinn endloser Remakes machen, aber Evil Dead ist für mich jedenfalls eines der besseren davon, auch wenn man Ash schmerzlich vermißt.
7/10