32 Jahre nach dem legendären Original von Sam Raimi liefert Regisseur Fede Alvarez ein gelungenes Remake ab, das wesentlich unbarmherziger daherkommt und auf die Humor Einschübe des besagten Horror Klassikers verzichtet.
Ein junges Mädchen flieht verletzt in einen Wald vor zwei Männern; diesen gelingt es jedoch, sie zu ergreifen. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich gefesselt in einem Keller voller Menschen. Ihr Vater taucht auf und übergießt sie mit Benzin. Sie versucht, ihren Vater davon zu überzeugen, sie loszubinden und nach Hause zu bringen. Als der Vater nicht darauf eingeht, wird erkennbar, dass sie von einem Dämon besessen ist; ihr Vater steckt sie in Brand und tötet sie mit einem Kopfschuss. Einige Jahre später fahren die fünf Freunde David, Eric, Mia, Olivia und Natalie zu einer Hütte im Wald, um Mia beim Heroinentzug beizustehen. Da es in der Hütte nach Verwesung riecht, machen sich die beiden Jungen David und Eric auf die Suche nach der Quelle des Gestanks. Im Keller werden sie fündig: Von der Kellerdecken hängen dutzende verweste Katzenleichen, offenbar das Ergebnis eines spiritistischen Rituals vor vielen Jahren. Außerdem finden sie ein mysteriöses Buch mit der Aufschrift „Naturom Demonto“, das Buch der Toten. Eric nimmt das Buch mit und liest später einige Stellen daraus laut vor. Damit beschwört er einen Dämon, der im Wald um die Hütte erscheint. Von nun an beginnt der Überlebenskampf und schon bald beginnt das Sterben....
Wesentlich dunklerer sowie düsterer wählt Evil Dead einen anderen Ansatz als Tanz der Teufel im Jahr 1981, da nur die Location in Form der alten Hütte sowie die Erweckung des Bösen durch das Buch der Toten übernommen wird. Was danach erfolgt ist zwar wie schon im Original das blutige sterben, allerdings geschieht dies eben gnadenloser, wobei moderne Effekte gelungen eingebunden werden.
Wie schon im Original ist zudem die Kameraführung exzellent inklusive einigen sehr starken Bildern.
So stören auch einige Ungereimtheiten wenig, eben so die für einen Horrorfilm nicht untypischen flachen Charaktere.
8 Punkte bleiben unter dem Strich letztendlich übrig, was eine starke Ausbeute bedeutet für das Remake eines Klassikers.