7
Nicht ganz mein Genre und auch ohne das Original gesehen zu haben, muss ich zugeben, dass hier ein neuer König des Splatter-Torture-Horror-Genres geboren worden ist. Der Film ist handwerklich absolut in Ordnung, spannend und gruselig und reizt den Ekelfaktor bis zum Äussersten aus. Hier gibts dann auch wirklich alles: Arm amputieren, herabfallende Gliedmassen, Nägel und Scherben und Messer in allen Körperteilen, Kotzen, Pissen, Zunge durchschneiden, Blutregen, alles was das Gore-Herz begehrt. Stilsichere und düstere Inszenierung, kraftvoller Score und Jane Levy mit absolut geiler Performance. Viel besser kann man einen Film dieses Genres eigentlich nicht machen.
7
kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 23.11.2013 Puristen werden natürlich reichlich Grund zum Mosern finden, meines Erachtens gehört das Remake zum Fan-Heiligtum „Evil Dead“ aber gerade wegen der anders gesetzten Schwerpunkte zu der seltenen Art, die einen echten Mehrwert bietet. Schon der Opener setzt die Regeln des Spiels neu auf, bevor der Film einen ähnlichen Verlauf nimmt wie zuletzt „Cabin in the Woods“: Erst gibt er vor, ein 08/15-Teenieslasher zu werden, bevor es mit jeder Sequenz abgedrehter wird und schließlich ein infernalischer Anhang die Krönung bildet, nachdem man schon kurz denken konnte, dass der Film jetzt vorbei sei, weil eigentlich schon genug gezeigt wurde. Die Szene nach dem Abspann ist zwar komplett aus dem Zusammenhang gerissen, aber schwamm drüber. *weitere Informationen: siehe Profil
6
Das ist ein handwerklich tadelloses, überraschend blutrünstiges und dabei kaum CGI-haltiges Remake, auf das wir trotzdem hätten verzichten können. Die im gängigen kalten Schmuddellook gehaltene Neuauflage wirkt of wie eine hastig nachgespielte Hommage an TANZ DER TEUFEL (und dessen 2. Teil!), auch wenn die Neuanordnung vieler Elemente aus den Raimi-Klassikern nicht einmal ungeschickt ist. EVIL DEAD 2013 hat definitiv seine Momente und auch echt heftige Dämonen, wenn auch keine richtigen Deadites, aber für die Erschaffung eines neuen Ash war man dann wohl doch zu feige. Der neue Storyaufhänger mit den Drogen erweist sich als fragwürdig, weil dadurch eine der Figuren bereits völlig austickt und gruselig wird, ohne überhaupt schon besessen zu sein! Der Auftritt des ersten Dämons in den ersten 5 Minuten ist auch so ein Ding. Und das chaotische letzte Viertel (wo ist die gespaltene Zunge hin?!) ist nur noch gaga.
7
Mittelmäßiger Horror mit paar guten Effekten, so der Hit a la Tanz der Teufel ist es nicht, aber besser als der Durchschnitt.