Review

Stendhal Syndrome ist ein Spätwerk des Meisters, mit dem es ihm zumindest teilweise gelang, an seine Kultprodukte
mitte der 70er bis in die 80er hinein, anzuknüpfen.
Die Story zeichnet dabei eine recht konfuse Geschichte
einer mit zunehmender Spieldauer geistig verwirrten
Komissarin, die auf der Suche nach einem sadistischen
Frauenmörder ist, um am Ende dann selbst zu morden...
Optisch wird dies mit einigen Argento-typischen Finessen
dargeboten, wobei man sich über die ungewöhnlichen
Computereffekte wirklich streiten kann.
Bis etwa zur Hälte weiß der Film jedenfalls durchaus zu
gefallen und man ist auch gespannt wie es nach der
ersten entscheidenden Konfrontation zwischen Täter und
Opfer weiter geht. Der Focus richtet sich von nun an gänzlich auf die Hauptdarstellerin Asia Argento, deren
schauspielerisches Talent ausser Frage stehen mag,
die für diese spezielle Rolle jedoch überfordert und einfach auch eine Fehlbesetzung ist. Eine Daria Nicolodi in ihrem
Alter hätte diesen Part mit Sicherheit glaubwürdiger dargestellt. Es wäre allerdings auch unfair die Fehler und
das letztendliche Auseinanderbrechen des Films, allein
an der Hauptdarstellerin festzumachen. Argento selbst scheint hier und da die Puste ausgegangen zu sein und manchmal strahlt der Film gar eine merkwürdige Lustlosigkeit aus -
warum auch immer - vielleicht wäre einem jüngeren Argento auch ein besseres "Stendhal Syndrome" gelungen...alles in allem ein Thriller, leicht über dem
Durchschnitt. 6/10

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