Während einer seiner Predigten erfährt Jesus von seinem Freund Jakob, dass dessen Sohn Lazarus gestorben ist. In seiner Großmut, und natürlich ohne jede selbstdarstellerische Absicht, erweckt er diesen wieder zum Leben. Leider ist der wiederauferstandene Zombie-Lazarus gleich hinter den anderen Einwohnern her und schnell müssen Jesus und sein Kumpel Judas den Kampf gegen eine ganze Horde blutrünstiger Untoter aufnehmen.
Flott und blutig ist der Kurzfilm „Fist of Jesus“ von Adrian Cardona und David Munoz geraten. Das spanische Duo verliert nicht viel Zeit und feiert mit einem Minimum an Story ein kleines Gorefest, wobei das Setting mal was Neues bietet. Da fliegen die Fische, Köpfe platzen und Gliedmaßen türmen sich, wenn Jesus und Judas zuschlagen. Die Effekte sind in Ordnung und zahlreich, viel reales Gematsche und auch rote Suppe aus dem Rechner geben sich die blutige Klinke in die Hand. Der ein oder andere Gedanke an Peter Jacksons Frühwerke ist da nicht fern. Obendrauf gibt’s viel Augenzwinkern, ernst ist die Chose hier nicht zu nehmen und auch die Darsteller machen ihren Job.
Kurz und splatterig, witzig obendrein. „Fist of Jesus“ macht Laune und bietet Kurzweil trotz wenig Abwechslung, ist aber eben auch schnell vorbei. Für das Gematsche zwischendurch völlig in Ordnung.