Drei junge College-Pärchen wollen ein Wochenende im familieneigenen Haus eines der Freunde verbringen - während man dort bei herrlichem Sonnenschein Kindergarten-Wasserspiele veranstaltet, klingelt unvermittelt das Telefon: "Wir werden angegriffen..." kann der Altvordere gerade noch sagen, bevor die Verbindung abreißt. Die Pärchen wissen damit nicht recht etwas anzufangen, aber am Himmel sind schon Düsenjäger zu sehen und in der Nähe schlägt eine Rakete ein. Plötzlich steht ein fremder schwarzer Hund im Garten, der sie beobachtet und dann auf sie zurast, woraufhin sie sich gerade noch ins Haus in Sicherheit bringen können. In der Folge versammeln sich komische Gestalten im Garten, die plötzlich wie wild Jagd auf die jungen Leute machen. Offensichtlich nützt es auf Dauer nichts, sich zu verbarrikadieren, daher werden Fluchtpläne geschmiedet...
Aus der nach wie vor ergiebigen Quelle des Zombie-Genres liegt hier ein weiterer Streifen auf Independent-Niveau vor; diesmal ist es (wieder) eine Seuche, die sich offenbar sehr schnell verbreitet und die Menschen in rasende blutgierige Zombies verwandelt. Dass die Pärchen aus dem Haus in eine nahegelegene Stadt fliehen wollen, dabei unterwegs einen (natürlich) zombie-verursachten Unfall bauen und dann zu Fuß weitermüssen, kennt man alles schon. Interessant ist immerhin die Eigenschaft der Untoten, wie eingefroren teilnahmslos herumzustehen und nur auf Geräusche zu reagieren - dann aber werden sie zu rasenden Furien, bis sie ihre Opfer erwischen. Eine weitere Charakterisierung der Infizierten (wie verbreitet sich die Seuche, was kann man dagegen tun, wann stellt sich diese Lebend-starre ein etc.) findet nicht statt, wie auch der Film bis zum Ende ein einziges rennet, rettet, flüchtet ist. Dass es Verluste unter den jungen Leuten gibt und es am Ende nur je eine/einer schafft, ist ebenso vorhersehbar wie der Umstand, wer von ihnen dies sein wird.
Man merkt dem Film auch an allen Ecken und Enden das fehlende Budget an: Zum einen finden sämtliche potentiellen Gore-Szenen entweder im Gegenschnitt oder gleich im Off statt (von der Hund-meets-Baseballschläger-Szene bis hin zu einem der Mädels, das es nicht mehr rechtzeitig über einen Zaun schafft und von der Zombie-Meute erwischt wird), zum anderen werden wieder häufig Jump-cuts eingesetzt (vor allem wenn die Zombies gelaufen kommen) sodaß man im Schnellschnitt-Gewitter kaum etwas erkennen kann. Auf diese Weise spart man sich nicht nur einige explizite Darstellungen und eine mögliche Zensurschere, sondern auch genre-interessierte Zuschauer - ob das der Sinn war?
Schon nach der dämlichen Einführung (junge Erwachsene mit Führerschein rutschen im Garten auf kurzen blauen Plastikplanen unter dem Rasensprenger herum - gehts noch?) die darüber hinaus viel zu lang dauert bis dann das Telefon klingelt, ist man geneigt abschalten - dann aber ist der Kindergeburtstag wenigstens schlagartig beendet und der Film kommt zur Sache: Die wenigen CGIs wie der schwarze Hund mit dem angeknabberten Ohr, der sabbernd im Garten steht oder der Raketeneinschlag mit nachfolgendem Atompilz fügen sich zwar unauffällig ein, ein authentisches Bedrohungspotential vermögen sie jedoch nicht zu erzeugen. Auch in der Stadt sind kaum mehr als 20 Zombie-Komparsen auf einmal zu sehen (diese immerhin in blutverschmierten, zerfetzten Klamotten) und eine Polizei gibts auch nicht (für einen Rot-Kreuz-Helikopter hats immerhin gerade noch gereicht), wie überhaupt diese (Klein?)-stadt recht menschenleer erscheint. Die kaum vorhandene Spannung liegt natürlich auch an den austauschbaren Darstellern der vollkommen uninteressanten Charaktäre, deren Überleben einem herzlich egal ist.
Einen generellen Punktabzug gibt es für das Cover - dort ist nämlich Sarah Butlers Arsch abgebildet (dreist geklaut vom I Spit on Your Grave-Cover mit derselben Darstellerin), obwohl ihr anscheinend wichtigster Körperteil in diesem Film keine Rolle spielt. Und der deutsche Titel Terror Z ist auch keine adäquate Übersetzung des Originals The Demented sondern versucht bei World War Z anzudocken. Wer es nötig hat...
Trotzdem ist Terror Z - Der Tag danach kein völliger Reinfall, sondern eben beliebige Horror-Dutzendware mit mäßigem aber immerhin vorhandenem Unterhaltungswert, von der jedoch nichts hängen bleibt und die man sich sicher kein zweites Mal anschaut. 4 Punkte.