Japan hat die Zombie-Sex-Apokalypse nicht im Griff, die Macher ihren Streifen nicht. Denn nicht nur vor der Kamera, sondern in den Köpfen der Drehbuchautoren scheint endgültig das Chaos ausgebrochen zu sein. Dabei bewegt sich die Story im Vergleich zum Vorgänger keinen Schritt vorwärts: Noch immer wird Japan von der Virusplage heimgesucht, noch immer verwandeln sich Menschen schwanzgesteuerte Untote. Mehr ist nicht.
Dabei ist das erste Sequel nichts als ein abgefilmtes Kasperlestheater für Erwachsene: So gerne wäre "Lust of the Dead 2" eine wüste Trashorgie, ist jedoch nur ein konzeptloses Splatter-Sex-Movie, das zwar allerhand derbe Einfälle in petto hat, die jedoch die eigentliche Plattheit dieses Werkes nicht ungeschehen machen.
Während es weder eine richtige Handlung noch eine echte Hauptperson gibt, wirkt das Ganze so dermaßen zusammengequirrlt, das alles zu spät ist. Der scheinbar wilde Ritt besteht aus lesbischen Armygirls, einem geilen Monstermutanten mit einem Dödel so groß wie ein Ofenrohr sowie einer Referenz an Jörg Buttegereits "Nekromantik" (ich sag nur "Besenstil"), die man aber nicht cool finden muss. Die Splatterkeule rotiert regelrecht und auch in der Fummelzone gibt es einpaar flotte Sachen, doch wäre ein nur halbwegs unterhaltsamer Film auch nicht schlecht gewesen.
Hinzu kommen allerbilligste Computereffekte und eine Dauerbeschallung, die von japanischem Metal über Ska bis Punk reicht. Diesen wirren Streifen als "Anarcho-Cinema" zu bezeichen, hieße, ihn nur unnötig zu loben. Viel eher ist kaum bekömmlicher Videoclip-Brei entstanden, der für seine kurze Laufzeit seltsam langweilig ausfällt. Kleiner Trost: Bereits im Teil drei sollte die Qualitätskurve wieder merklich nach oben zeigen.
3 von 10 Punkten.