Es beginnt mit einer Märchenonkelstimme die gefühlt ewig lange etwas über die Legende von "Lamia", der Halbgöttin halb Mensch halb Schlange erzählt. Aufgrund der damit verbundenen Animationen und unscharfen Bildern die dem C64 Zeitalter entstammen zu scheinen wird sofort deutlich, dass wir es mit einem Trashfilmchen erster Ordnung zu tun haben. Das war aber auch vorher klar. Die Frage ist nur, ob es für den Trash-Fan irgendeinen Mehrwert in Richtung Härtefaktor, Innovation, Tabubruch oder auch einfach nur irgendwie unterhaltsamen Trash darstellt.
Ich kann es kurz machen: SNAKE CLUB: (Revenge of the Snake Woman) hat keinerlei Mehrwert und kann getrost in den Regalen der Videotheken verschimmeln. Dagegen sind die Werke von ASYLUM richtige Blockbuster. Der Trash-Level liegt ungefähr so hoch bzw. tief wie bei Werken von Jochen Taubert wem das was sagt, eben nur als US Stripclub-Variante. Wobei der gute Taubert uns sogar noch geplant etwas zum Lachen bringt. Bei SNAKE CLUB bleibt einem vor ernstgemeinter Plattheit nur das Lachen im Halse stecken. Ich hüte mich meist vor Superlativen oder Verallgemeinerungen. Aber dies ist einer der schlechtesten Filme die ich je gesehen habe.
Fast der gesamte Film spielt in einem Stripclub und den dazugehörigen Mädels, Stripstangen und Separées und der Fleischanteil ist hier recht hoch. Aber dafür haben wir den Film nicht ausgewählt. Er wird aber keinem Genre auch nur im Ansatz gerecht. Wenn ich richtig gesehen habe, hat die Darstellerin Veronica Ricci auch in Hardcore Filmen mitgespielt und damit ist alles gesagt. Auch goretechnisch ist SNAKE CLUB absolute Fehlanzeige. Mal ein Biss, ein wenig deutlich sichtbares Kunstblut und das wars. Keine Spannung, kein Drehbuch, keine Darsteller. SNAKE CLUB schlägt alle Rekorde. Nur stramme gepimpte Möpse füllen die Leinwand.
Dazwischen gibt es fast nur grobschlächtige Soft-Erotik und deutlich erkennbares silikonverstärktes Fleisch groß im Bild. Langeweile pur. Von den Dialogen die den Namen nicht verdient haben ganz zu schweigen: "ER: "Du bewegst Dich wie eine Schlange….SIE: Ich bin ja auch eine…". Die Dialoge, die nervige Plastikmusik und auch die kindischen Effekte passen perfekt zusammen. Sorry für Eure hiermit leider vergeudete Lesezeit. Aber wenigstens habe ich Euch die Zeit für die eigene Sichtung oder weitere Gedanken an eine unentdeckte Trashperle erspart.
1/10 Stripteasestangen....äh,....Punkten