Review

Manchmal frage ich mich, wenn ich wiedermal vor der Glotze hocke und ein derbe schlechter Film so dahin flimmert, wie so etwas wohl entsteht. Sitzen da der Regisseur, der Produzent und der Cutter ( wenn nicht alle drei die gleiche Person sind) im Schneideraum und sagen sich "nein, das muss noch billiger aussehen" oder "  so jetzt füge ein billigen Soundeffekt ein". Sagen sie den Darstellern "jetzt spiel besonders schlecht"?

Genau diese Fragen habe ich mir während der gut 80 Minuten Laufzeit von "Snake Club" immerwieder gestellt. Denn so etwas schlechtes habe ich wirklich selten zu Gesicht bekommen.

Ein Mann stiehlt eine Büste aus einem Museum. Auf seiner Flucht wird er von einem Polizisten ( genau ein Polizist nimmt sich dem ganzen Film über der Sache an...) angeschossen. Er muss sich verstecken. Als Unterschlupf wählt er einen Stripclub welchen er gerade entdeckt hat. Doch was er nicht weiß, ist die Tatsache das in der Büste der Geist der griechischen Halbgöttin Lamia wohnt. Als sein Blut an das Diebesgut gerät, erwacht ihr Geist, fährt in eine Stripperin und macht sich gleich daran Männer zu töten. Ein "Blutbad" beginnt.

Ohne mich vorher groß über den Film zu informieren, die Inhaltsangabe kurz überflogen, hab ich mir gedacht das Monster jeglicher Art in Bars oder Stripclubs mich meist gut unterhalten haben. Beispiele wie "Zombie Strippers" oder "From dusk till dawn" sind mir da gleich mal in den Kopf geschossen.Bewusst der Tatsache das dieses Werk wohl bestimmt nicht an die erwähnte Beispiele heranreicht, habe ich die Erwartungen schon mal runtergeschraubt und den Film angemacht... 
Der Film ist vorbei und ich muss sagen... so tief kann man Erwartungen gar nicht hinab senken. 
Regisseur David Palmieri hat mit "Snake club" einen der schlechtesten Filme gemacht, den ich jemals gesehn habe.

Schon die üble Eröffnungssequenz in welcher etwas über die mythologischen Hintergründe von Lamia erzählt wird, gibt die Richtung für den restlichen Film vor. Bzw. die schlechten Computereffekte die hier geboten werden, sind erst einer von vielen Punkten warum man diesen Film meiden sollte.

Die Darsteller ( wenn man die Männer und Frauen hier überhaupt so bezeichnen kann) würden bei keinem Laientheaterstück auch nur als Baum im Hintergrund auftreten dürfen. Unglaubwürdig bis ins letzte und mit dem Talent einer Dose Tunfisch gesegnet...
Die Frauen von denen mindestens eine ihre Brötchen auch schon in Hardcorefilmchen verdient hat, dürfen wenigstens ihre durch Silikon modifizieren Brüste in die Kamera halten, während sie ungelenk an der Stange tanzen. 
Die Tänze sind jedenfalls weit von Erotik entfernt.

Die Männer sind strunz doof und dürfen kein Klischee auslassen.

Wer erwartet das dies möglicherweise dann doch lustig daher kommt und der Trashfan, ob des gezeigten den ein oder anderen Lacher verbuchen könnte, dem sei gesagt das sich der Film viel zu ernst nimmt. Die Dialoge sind einfach nur behämmert und könnten von nem 5 jährigen stammen.

Die Gore und Splattereffekte sind grottig schlecht gemacht und bilden einen Mxi aus Handmade und CGi. Hier wird ebenfalls kaum was geboten. Zwar wird fröhlich in Nacken gebissen und auch mal ein Körperteil herausgerissen aber den Genrefan dürfte das sicherlich nicht befriedigen. Höhepunkt der schlechten Effekte war für mich ein Genickbruch, der dadurch verursacht wurde, das man den Kopf einer Person um ca. 5 cm zur Seite bewegt.


Fazit:
"Snake Club" ist ein no-Budget Film der übelsten Sorte. 
Filmen von Olaf Ittenbach sehen dagegen aus wie der neueste Blockbuster Hollywoods. 
Dem Zuschauer werden grottige Darsteller, unzumutbare Dialoge, geschätzte 100 Logikfehler und billgste Effekte geboten.
So bleibt mir gar nichts anderes übrig als diesem Machwerk die kleinstmögliche Bewertung zu geben.
1 Punkt

Details
Ähnliche Filme