Fear and Loathing in Las Vegas wird meiner Meinung nach von vielen Leuten falsch beschrieben , denn obwohl der Film an einigen Stellen sehr witzig ist, sollte man ihn keineswegs als reine Komödie bezeichnen. Der Film ist vielmehr ein großartiges Portrait einer Zeit, in der ich zugegeben gerne gelebt hätte.Dem schrägen Ex- Monty Python Terry Gilliam gelang es meisterhaft die Halluzinationen und Einbildungen der Hauptfiguren darzustellen.
Diese Inszenierung, die einem wahnsinnigen Trip gleicht ist es schon wert sich den Film anzusehen. Das ist wahrlich ein krankes Erlebnis.
Doch auch die Schauspieler sind wirklich gut ( In Nebenrollen sind Tobey Maguire und Cameron Diaz zu sehen), vor allem Johnny Depp der hier wahrlich eine meisterhafte Leistung abliefert. Seine hektischen Gesten , die verdammt schnelle Sprache und sein grandios debiler Blick lassen die Paranoia seiner Rolle wahrlich spürbar werden. Man kann seine Rolle am besten damit beschreiben ,das sie ungefähr noch 10mal abgedrehter ist als die in Fluch der Karibik.
Vielleicht Depps beste Rolle.
Das unglaublichste ist aber, das die Geschichte tatsächlich im Jahre 1971 passiert ist. Auch in Sachen Austattung und Soundtrack gibt es nichts zu meckern. Dieses Machwerk ist allerdings in der Tat sehr seltsam und auf keinen Fall für die breite Masse gedacht. Ähnlich wie Natural Born Killers ein Film der so krank ist ,das er schon wieder gut ist. Komischerweise ist man nach dem Film in exzessiver Partylaune (ohne harte Drogen versteht sich).
Fazit: Als euer Anwalt rate ich euch, das ihr den Film auf jeden Fall mal ansehen solltet.
Auf jeden Fall einer der merkwürdigsten, aber auch interresantesten Filme überhaupt.
8,5/10