Review

Fear and Loathing in Las Vegas ist auf keinen Fall ein normaler Film, den man sich gemütlich mit Chips und Bier reinziehn kann. Zumindest nicht, wenn man ihn zum ersten Mal sieht und nicht weiss, was auf einen zukommt.
Fear and Loathing in Las Vegas ist eine Erfahrung, die wohl nicht jedem schmecken wird. Man begibt sich mit zwei Alt-Hippies (Benicio del Toro und Johnny Depp – beide mit erstklassiger Leistung) auf einen Trip nach Las Vegas. Mit im Gepäck ein Koffer voller harter Drogen.
Im Verlauf des Films gibt es zwar Handlung, die ist aber eher als Rahmen für die Exzesse der beiden Hauptdarsteller gedacht.
Die Off-Stimme von Johnny Depp dokumentiert den Drogenkonsum der beiden und wirkt dabei völlig nüchtern. So wird die Wirkung von Äther erläutert, als ob es sich um ein Kochrezept handle.
Im Kontrast zu der verharmlosenden Off-Stimme gibt es Bilder, die teilweise lustig, teilweise schockierend sind.
So richtig einordnen kann man den Film nicht, ist er nun eine Komödie (wie es auf der VHS-Hülle steht) oder ein Drama? Verherrlicht er den Drogenkonsum oder will er als Mahnmal wirken?
Den erhobenen Zeigefinger sucht man nämlich vergebens.

Am besten ihr vergesst diese Fragen. Den darum geht es nicht.
Einfach anschauen und Spass haben, den wenn man nicht gerade ein extremer Drogengegner ist, gibt's einiges zu Lachen in diesem Drogenfilm-Highlight.

9/10

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