Raoul Duke reist zusammen mit seinem Anwalt Dr. Gonzo in einem Cabrio nach Las Vegas, wo er für ein Magazin von einem berühmten Rennen Bericht erstatten soll. Viel wichtiger als der Bericht ist jedoch, dass beide mit allen möglichen Drogen ausgestattet sind und so einen unglaublichen Trip veranstalten. Mehr als nur einmal kommen sie wegen ihrer Exzesse in große Schwierigkeiten.
Interessant zu sehen, das es völlig sinnbefreite Filme gibt, die aber dennoch Spaß machen. Mit Fear and Loathing in Las Vegas gelang es aber ex Monthy Python Mitglied Terry Gilliam genau das zu schaffen. Im Prinzip gehts in 90 Minuten um einen gigantischen Drogenrausch zweier kaputter Typen, die bis auf ihre eigenen Haare alles rauchen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.
Die moralische Komponente ist natürlich mehr als zweifelhaft, wenn zwei Typen während der Laufzeit mehr Drogen konsumieren, wie Cheech und Chong wahrscheinlich in ihrem ganzen Leben. Dafür macht es aber wieder einen Heidenspaß den beiden unkoordinierten Chaoten beizuwohnen. Die Dialoge sind teilweise brillant, allein schon zu Beginn als die beiden einen arglosen Anhalter schier zur Verzweiflung treiben ist mehr als schräg und in dem Tempo geht es munter weiter.
Wer mit dem gebotenen Humor klar kommt, hat jedenfalls eine gute Tube Spaß. Johnny Depp und Benicio del Toro können ihre wahnsinnige Seite ausleben. Nur Ernst nehmen sollte man die ganze Nummer nicht.
7/10