"Wir waren irgendwo in der Nähe von Barstow, als die Drogen anfingen zu wirken..."
Mit diesen Satz wird der Zuschauer gleich ins Geschehen katapultiert.
Man sieht die Protagonisten Raoul Duke und sein Anwalt Dr. Gonzo auf den Weg nach Las Vegas. Dort soll Mr. Duke, bewaffnet mit einen Koffer gefüllt mit jeder erdenklichen Droge, im Auftrag einer Zeitung über das Wüstenrennen "Mint 400" berichten. Soweit zur Story, den die ist in diesen Film eher nebensächlich.
Terry Gilliam (Brazil, 12 Monkeys) hat hier einen wirklich aussergewöhnlichen Film geschaffen. Ein wilder Drogentrip, der sämtliche Gesetze bricht.
Die Besetzung ist klasse. Johnny Depp spielt die Rolle des Raoul Duke /Hunter S. Thompson sehr überzeugend und sieht nebenbei den wahren Hunter S. Thompson auch noch verdammt ähnlich. Seine Darstellung gehört für mich zu den besten was ich seit langen gesehen habe. Auch Benicio Del Toro als "sein Anwalt" macht einfach nur Spass. Auch beachtlich sind die vielen Cameos, wie z. B. Cameron Diaz, Tobey Maguire oder auch Nick Nolte.
Der Look des Films ist einzigartig, und die Kulisse spricht für sich. Die 70er Atmosphäre springt rüber. Desweiteren wird auch viel Sozialkritik geübt, wenn die Hotelgäste im "Acid-Rausch" sich in Reptilien verwandeln und somit, aus der Sicht des Protagonisten, ihr wahres Ich gezeigt wird. Wild fressend, trinkend und paarend auf den Boden.
Für mich ein Kritikpunkt ist allerdings, dass der Film in der Mitte einige Längen hat und zurweilen der "Ätherrausch" ziemlich langweilig wird und die ganze Szenen im "Circus" eher langweilen.
Allerdings ist die Musik dafür umso besser und passend zum Film. Dieser Film sollte über eine 5.1 Anlage gesehen werden, denn so macht er erst richtig Spass.
Der Film hält sich im übrigen sehr genau ans Buch und es wurde kaum was geändert. Das Buch ist im übrigen jeden zu empfehlen.
9 / 10