Dammbruch durch Drogentrip
Ein Drogentrip von L.A. nach Vegas,
dann noch mit dem tollen Duo Del Toro/Depp, ja geht das?!
Terry Gilliams Rausch zwischen American Dream und Alptraum,
bietet zum Interpretieren und Wiederentdecken jede Menge Raum.
Zwischen Wüstenrennen und Echsenmenschen,
kann hier keine wirkliche Story glänzen.
Viel mehr sind es die Stimmungen und Zitate,
die ich in jedem Quiz der nächsten fünfzig Jahre werden errate.
„Fear & Loathing Las Vegas“ darf man ruhig als Kult pur beschreiben,
unfassbar, wie spielerisch und chaotisch man die Staaten kann ausweiden.
Von LSD über Kokain bis Adrenochrom,
ein unvergessliches Abenteuer ist des Aussitzens Lohn.
Mehr Zitate als die Feuerwehr erlaubt,
hat mir dieses Vieh schon das ein oder andere schlechte Gewissen geraubt.
Dazu muss der Soundtrack auf Vinyl definitiv noch in den Schrank,
denn diese Hippiehits waren, sind und bleiben eine Bank.
Gefühlt voll LKW-Ladungen Inspiration, Wahnsinn, Kreativität und Improvisation,
das ist seiner Vorlage würdig, davon wird zum Glück nie kommen Remake oder Klon.
Ganz allgemein gesprochen ist „Fear & Loathing Las Vegas“ definitiv der Shit,
selbst wenn nicht jeder sofort begreift dessen wahres Genie und Potenzial zum All-Time-Hit.
Fazit: visuell meisterhaft, schauspielerisch extravagant, musikalisch erlesen, erzählerisch freigeistig, thematisch schwer unterhaltsam und untergründig bitter wie eh, Vorlage und je. „Fear & Loathing“ ist einer der ultimativen Drogen-, Las Vegas- und Terry Gilliam-Filme. Exzess und Ernüchterung. Kater und Kollaps. Drogen und Dudes. Manchmal kann das etwas anstrengend und redundant wirken, die Kritik an diesem „Lifestyle“ übersehen manche. Was seine Punkte aber nur umso radikaler unterstreicht. Kult in jedem Sniff. Exzellent!