Review

"Asylum" präsentiert uns mal wieder einen Monsterfilm, bei dem das latent hohe Tempo über viele Mankos hinwegtrösten kann. Computereffekte sind natürlich auch von der Partie, doch diese hat man von der Billigfilmschmiede bereits weitaus schwächer gesehen.

JFK-Flughafen, New York: Naturfotografin Donna bricht auf der öffentlichen Toilette zusammen und verwandelt sich in einen Werwolf. Kurz darauf sind über 300 Menschen auf dem Airport gebissen und infiziert. Aufgrund des raschen Eingreifens des Militärs werden die Betroffenen unter Quarantäne gesetzt, doch der dubiose General Monning plant, die Biester als militärische Kampfmaschinen einzusetzen, während Major Hoffmann und Donna versuchen, noch rechtzeitig ein Gegenmittel zu finden, bevor Manhattan in Schutt und Asche gelegt wird...

Der Vorteil typischer Asylum Filme ist ein Einstieg ohne Umschweife, der nach wenigen Momenten direkt auf den Punkt kommt: Terminal, Verwandlung, Chaos.
Danach werden die wesentlichen Figuren ebenso rasch eingeführt und man muss nicht lange orakeln, wer da wohl außerdem im Visier der Soldaten landen dürfte.

Zwischenzeitlich ist immer recht viel Bewegung im Spiel, auch wenn es beim genaueren Hinterfragen zuweilen keinen Sinn macht. Eine Verfolgungsjagd mit dem Auto beispielsweise wurde vom Drehbuch mal eben dazwischen geschoben, um den Werwölfen einen Moment Verschnaufpause zu gönnen, eine Flucht mit einem Motorboot ist an einer bestimmten Stelle auch unlogisch und in den Hudson River sollte man besser vor einer Explosion springen und nicht im Moment danach.

Die Werwölfe sehen indes okay gestaltet aus, auch wenn diese ein wenig schlaksig daherkommen. Aus der Nähe betrachtet sind die Köpfe sogar weitgehend detailliert in Szene gesetzt worden, nur die Rudel in Bewegung wurden demgegenüber ein wenig lieblos und ungenau konstruiert.
Für blutige Szenen sorgen die Viecher primär zu Beginn, als es einen Biss in den Hals, tiefe Risswunden und ein paar entstellte Leichen gibt. Dass ihr Heulen darüber hinaus Fensterscheiben zum Platzen bringt, stellt immerhin noch einen kleinen Schmunzeleffekt dar.

Denn ansonsten nimmt sich das Treiben leider recht ernst, die mittelmäßigen Mimen spulen ihr Programm ohne sichtliche Hingabe ab, lediglich der Score poltert als gäbe es keinen Morgen.
Die Action mit einigen Explosionen, Detonationen und Bränden geht in Ordnung, nur die überraschungsarme Geschichte bleibt bei alledem ein wenig auf der Strecke, denn im Großen und Ganzen lässt sich nahezu jeder Ablauf erahnen.
Somit bleibt "Battledogs" ein okayer Zeitvertreib für Genrefreunde billiger Monsterfilmchen und Trashabsonderungen, - sichten und vergessen ist die Devise.
5 von 10

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