Ja, das ist Carpenters vielleicht bester Film der 90er. Nach seinen Flops "Flucht aus L.A." und "Das Dorf der Verdammten" ( die ich persönlich sehr gut finde). Mal wieder schreitet Carpenter sicher auf einem ihm wohlbekannten Terrain, dem unblutigen aber fesselndem Horror.
Story:
Der Versicherungsdetektiv John Trent (Sam Neill) wird in eine Irrenanstalt eingewiesen und erzählt dort seine Geschichte. Nachdem der berühmte Horrorschriftsteller Sutter Cane ( Jürgen Prochnow) verschwunden ist wird er beauftragt ihn wiederzufinden. Cane ist ein echtes Phänomen und seine Bücher haben mehr Leute gelesen als die Bibel. Also liest Trent erstmal Canes Bücher und entdeckt auf den Umschlägen eine Karte, die auf einen Ort hinweist. Der jedoch eigentlich gar nicht existiert. So macht sich Trent also mit der Verlagsangestellten Styles auf den Weg nach Hobbs End. Doch diese Kleinstadt entspringt Canes Feder und alle seine Horrorszenarien werden dort zu Realität. In der Stadt wimmelst es nur so von Monster, kranken Personen etc. Doch Kanes größter Coup steht noch bevor. Mit seinem neusten Buch will er den Horror der ganzen Welt bringen und Trent soll das Buch in die Realität bringen....
Wow, einfach geniale Story mit einer genialen Umsetzung.
Für mich oscarverdächtig, obwohl John Carpenter nie wieder einen bekommen wird.
Musik:
Wie von Carpenter bekannt, kann die Musik in so ziemlich jedem Film von ihm überzeugen. So auch hier. Perfekte Untermalung der unheilschwangeren Stadt. Sehr atmosphärisch und gelungen.
Atmosphäre:
Hier bemerkt man mal wieder die Qualität des Regisseurs. Sehr drückende und irgendwie düstere Atmosphäre in Hobbs End. Dazu passen auch zwischendurch die Alpträume Trents. Wirkt alles als wär man in einem Alptraum, der nur zwischendurch in der Realität mal aufgelockert wird. Wirklich angsteinflößend und fesselnd.
Auch z.B. die Einlage mit der alten Frau und ihrem Mann ist ziemlich krank....
Schauspieler:
Sam Neill (Trend)wie üblich sehr gut. Anfangs arrogant und zynisch wird er immer ängstlicher und weiss bald nicht mehr was Realität ist und was nicht. Immer wieder nett anzusehen wie er immer verwirrter wird und versucht das Unheil aufzuhalten um die Erde zu retten. Naja, leider nicht wirklich erfolgreich.....
Jürgen Prochnow spielt Sutter Cane und besitzt eine tolle boshafte und eiskalte Ausstrahlung. Er ist halt einer von Hollywoods Vorzeigebösewichten. Im ganzen Film wirkt er unnahbar und wohl überlegt in seinem Tun. Irgendwie der perfekte eiskalte Teufel.
Übrigens noch netter Auftritt von Charlton Heston als Verleger.
Fazit:
Perfekter Horrothriller mit Megaatmosphäre, der zum größten Teil ohne Blut auskommt.