Wow, die kleine Katze hat es doch weit gebracht. Vor zwei Jahren hat sie noch Häuserwände beschmiert und jetzt dreht sie schon Filme.
In diesem neuen kleinen Abenteuer seines jungen Kätzchens zeigt uns Yasuji Mori nun also die Zukunft des Filmemachens. Oder wohl eher eine Albtraumversion davon, denn statt mühsamer aber liebevoller Handarbeit hat die seelenlose Maschine fast vollständig die Regie übernommen.
Dass das am Ende nur schief gehen kann ist ja von vornherein klar, und so geht es im hochmodernen Studio bald drunter und drüber und am Ende muss auch unser Kätzchen einsehen das in so einer kalten Umgebung auch nur noch eine kalte Maschine die Kontrolle behalten kann.
So einfach die Aussage der (im Vergleich zum Vorgänger ein ganzes Stück interessanteren) Geschichte, umso überraschender und auch skurriler das sich die inhaltliche Aussage im optischen Erscheinungsbild widerzuspiegeln scheint.
Das hat zwar in den zwei Jahren technisch gesehen einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht - jetzt gibt es Farbe statt Schwarz/Weiß und Dialog-Vertonung (auch wenn von so etwas wie Lippensynchron noch keine Rede sein kann) statt lediglich Hintergrundmusik - aber trotzdem wirken die Zeichnungen und vor allem die Animationen einfach nicht mehr so weich und aufwendig gemacht. Stattdessen sind sie oft etwas abgehackt und werden vor allem zu oft einfach nur in Schleife wiederholt.
Überhaupt ist einfach der gesamte Charme des Vorgängers verschwunden, statt experimentell haben wir einen soliden Durchschnittscartoon. Der mag seinem Vorläufer technisch in mancher Hinsicht überlegen sein und dieses Mal eine Geschichte mitbringen die auch heute noch ganz unterhaltsam ist, trotzdem hat er mir am Ende einfach nicht so viel Spaß gemacht.