Kammerjäger Alex (Greg Grunberg) lässt sich wegen eines Spinnenbisses in der Notaufnahme behandeln, als ein Rudel Militärheinis (unter der Führung von Ray Wise) einfällt. Im Krankenhaus hat sich ein schief gegangenes Regierungsexperiment in Form einer entfleuchten, extrem giftigen, stetig wachsenden Riesenspinne verschanzt. Als der Achtbeiner in die Stadt ausbricht, machen sich Alex und sein selbsternannter Gehilfe Jose, ein mexikanischer Wachmann, auf die Jagd nach dem Krabbler...
Mike Mendez, der nur ca. alle fünf Jahre einen Film fabriziert, hat es trotzdem geschafft mit seinen wenigen Knallern (KILLERS, THE CONVENT) zum Kultregisseur aufzusteigen. Sein neuester Streifen ist ein spaßiger Insektenhorror mit all dem Unernst gesegnet, den man an dem Subgenre so liebt. Erwarten sollte man gewiss nicht den hochwertigsten cineastischen Streich, keine State-of-the-Art-CGI's, auch keine kongeniale Handlung oder überintelligenten Dialoge. Der geneigte Tierhorror-Fan dürfte jedoch auf seine Kosten kommen. Und die FX sind definitiv um Längen besser als bei SHARKNADO.
Der Film beginnt mit einer umwerfend gigantischen Coverversion des "Pixies"-Songs "Where Is My Mind". Kammerjäger Alex entpuppt sich schnell als Querschläger und Sprücheklopfer. O-Ton: "I Become A Spider To Catch A Spider." Er drängt dem Spezialeinsatzkommando seine Hilfe auf und verknallt sich in den weiblichen Lieutenant Karly, die er am Ende sogar rum kriegt. Es folgen Volleyball spielende Playboy-Bunnies, ein solider Ray Wise (TWIN PEAKS, DEAD END), zwei Gangster-Rapper als "Ghostface Killah"- und "2Pac"-Lookalikes, und ein monströses, alles und jeden niedermetzelndes Spinnenungetüm. Lloyd Kaufman hat zwischendurch einen ziemlich lässigen Gastauftritt, der im Maul der Riesenspinne endet. Die Opfer werden eingesponnen, mit Säure verätzt oder mit einem der haarigen Riesenbeine aufgespießt. Die Attacken erinnern ein bisschen an STARSHIP TROOPERS, sind zwar nicht übermäßig blutig, machen aber durchwegs Laune. Im Finale kraxelt der Arachnoid auf einen Wolkenkratzer und macht einen Abgang in alter King-Kong-Manier.
Mike Mendez' BIG ASS SPIDER erfindet das Rad nicht neu, macht seinen Job als tumber Tierhorror aber überaus gut. Flachpfeifen wie CAMEL SPIDERS und ARACHNOQUAKE, Billigproduktionen aus dem Hause "Asylum", steckt er mit Links weg. Verglichen mit den Spinnenköniginnen des Achtbeiner-Horrors ARACHNOPHOBIA und MÖRDERSPINNEN (...äh sorry, aber ich find' den echt gut) zieht er aber eindeutig den Kürzeren.
Pfui Spinne: (+)(+)(-)(-)(-)
Hirngespinn(e)st: (+)(-)(-)(-)(-)
Wie von der Tarantel gestochen: (+)(+)(+)(-)(-)
Fazit:
Big Ass Fun? - Kurzweilig: ja!