In einer Sackgasse am Ufer des East River in Manhattan treffen arm und reich aufeinander. In eleganten Appartementhäusern leben die Reichen in teuren Wohnungen und schauen auf das Elend und die Armut um sie herum herab. Hier versucht eine Jugendgang zu überleben, ein Architekt sucht Liebe und Arbeit und ein Gangster ist auf den puren seiner eigenen Vergangenheit. Ein Pulverfass, das explodieren wird.
Samuel Goldwyn, geboren als Szmul Gelbfisz, von 1894–1918 als Samuel Goldfish, war einer der führenden Filmproduzenten der ersten Jahrzente des 20. Jahrhunderts. Er war Gründer der Firma Goldwyn Picture Corporation, aus der zusammen mit Metro Pictures 1924 die Metro Goldwyn Mayer Studios hervorgingen, allerdings ohne Goldwyns Beteiligung.
Dead End ist eine Milieu-Drama, das sich auf ein Stück Flussufer einen kleinen Teil der Sackgasse, die dorthin führt, konzentriert. Eine Weile folgen wir einzelnen Schicksalen, deren jeweiliges persönliches Drama sich nach und nach verdichtet und in einer Schießerei samt Verfolgung über die Dächer mündet. Es geht um Schicksal und darum, wie schwer es ist, dem eigenen Milieu, der Armut und der eigenen Vergangenheit zu entkommen. Selbst den Gangster, der es mit Gewalt zu viel Geld und aus diesem Slum hinausgeschafft hat, zieht es doch wieder zurück, weil auch er sich nach Nähe und Zuneigung sehnt.
Das Drama entwickelt sich laut, vor allem durch die Rabauken, aber langsam, fast gemächlich wird der Strudel der Ereignisse von Regisseur William Wyler aufgebaut, doch der hervorragende Cast um Joel McCrea, Bogey und Ward Bond ist zusammen mit der großartigen Straßenatmosphäre mehr als ausreichend, um den Film zu tragen und nie zu lang wirken zu lassen. Die kleine Hatz am Ende, sozusagen der Showdown der Erwachsenen, es gibt auch noch einen unter den Jungs, ist zudem hervorragend inszeniert.
Ein Krimi-Drama, dem eine leichte Sogwirkung dank der gekonnten Regie und des tollen Casts nicht abzusprechen ist. Klein, fein, sehenswert.