Review

Eigentlich müsste ich „xXx – Triple X“ in meiner Kritik verreißen, da Vin Diesel die scheinbar versteinerte Mimik eines Steven Seagal aufweist, der Film kaum sinnvolle Dialoge besitzt und sich die hingerotzte Story zuweilen in (zugegebenermaßen toll choreografierten) Actionsequenzen verliert. All das ist richtig, nur unterhalten tut`s trotzdem.

Die Story: Extremsportler Xander Cage (Vin Diesel) wird vor die Wahl gestellt: entweder geht er für seine Vergehen in den Knast oder er bekommt einen Auftrag als Agent in den Diensten der NSA. Er entscheidet sich für Letzteres und infiltriert sich nach 2 explosiven Tests in die Terrorgruppe „Anarchie 99“, über die er Informationen sammeln soll. Als er sich verliebt und die Mission beenden soll, versucht er die Terroristen auf eigene Faust von den geplanten Giftgasangriffen abzuhalten…

Ja, die Story ist dermaßen ausgelutscht, klischeehaft und platt, dass Cineasten die Tränen in die Augen steigen. Aber Regisseur Rob Cohen („Daylight“) packte genügend spektakuläre Action in seinem Film damit er nicht langweilig wird. So springt xXx von Brücken, fährt (wohl die bekannteste Szene) vor einer Lawine her und flüchtet mit dem Motorrad vor einen ihn verfolgenden Hubschrauber in einem Flammenmeer. Ein spannendes Finale und ein Portion rotziger Macho-Humor runden das Bild ab. Vin Diesel („The fast and the Furios“) braucht als Geheimagent glücklicherweise nicht viel zu schauspielern, auch Asia Argento („Aura“) als seine Geliebte und Samuel L. Jackson („Basic“) als sein Vorgesetzter bleiben blass. Toll hingegen ist der Gastauftritt von „Rammstein“ gleich zu Beginn des Films, welche einen Song („Feuer frei“) zum rockigen Soundtrack beisteuerten. Die gelackte Optik des Films steht dabei der Musikuntermalung in nichts nach.

Fazit: Eine knapp zweistündige Macho-Actionoper mit vielen Schauwerten und spektakulären Stunts. Über Logik oder Sinn kann und sollte man während des atemlosen Tempos des Films sowieso nicht nachdenken. „xXx – Triple X“ ist pure Unterhaltung ohne Tiefgang, aber mit durchgestylter Optik – der Prototyp modernen Popcornkinos.

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