Review

Die CIA (oder irgendeine andere streng geheime Geheimorganisation :-1) verpflichtet Muskelprotz, Star-Stuntman und Fulltime-Glatze Vin Diesel aka. "xXx" und schickt ihn... wie könnte es anders sein... in einen Schurken-Staat (heute: die Tschechei), um ihn mit einer Gruppe Terroristen den Boden wischen zu lassen. Booyakasha!

Oh yeah, Vin Diesel rockt in der Rolle des Actionhelden einfach volle Kanne: Er grindet mit dem Pizzablech das Treppengeländer hinab, ballert während eines kniffligen Motorrad-Stunts zig Bösewichte über'n Haufen und skatet mit dem Snowboard einfach so mir nix dir nix einer Lawine davon... Alle Achtung!
Letzteres ist nicht nur so ungefähr die Szene des Films, sondern gibt auch gleich Aufschluss darüber, womit wir's hier eigentlich zu tun haben: einen tumben, bis zur Unkenntlichkeit aufgemotzten Big-Budget-Actioner aus Hollywoooood!

Oh ja, Hollywood verbrät mal wieder zig Millionen Dollar, die man auch in der Krebsforschung oder in Hilfsprojekten für die Dritte Welt ganz gut hätte brauchen können, um uns zwei angenehm hirntote Stunden vor dem Daddelkasten zu bescheren. Danke, Hollywood!
Aber ne, Zynismus mal beiseite... Der Streifen macht einfach ohne Ende Spaß!
Und das trotz... oder besser gesagt, gerade wegen seiner typisch amerikanischen Idiotie und Blauäugigkeit. "Wärme-such-Raketen", die auf brennende Zigaretten anspringen... biologische Kampfstoffe, die unter Wasser zünden und KEINERLEI!!! Schaden anrichten... also bitte, unrealistischer geht's ja wol nimmer, oder!?

Aber das kann uns alles gänzlich Schnuppe sein, da unser leiber Vin, dieses tätowierte Zäpfchen, einfach alles hat, was ein waschechter Actionheld so zu bieten haben muss:
Geile Weiber, schnelle Autos, krasse Waffen... und fast jedes zweite Wort ein cooler Spruch! Wahnsinn!!!
Dagegen können so Spacken wie John McClane, Ethan Hunt oder Mutter Theresa voll einpacken...

Auf die Löffel gibt's neben der tollen Optik und einer umwerfenden Asia Argento noch einen überraschend harten Soundtrack (u.a. Queens of the Stone Age ("You think I Ain't Worth A Dollar...") und Rammstein ("Feuer Frei"), die hier auch einen Gastauftritt haben).

Gut, zugegeben: Die Story ist zwar schon sehr dürftig und man läuft als intelligenter Zuschauer auch ständig Gefahr in einem Sumpf aus Klischees und Prollo-Heroik unterzugehen...,
...doch im Vergleich zu anderen hollywood'esken Action-Fehlzündungen (siehe "Tomb Raider", "Hellboy", "Fanta4" etc.) ist man mit "xXx" eigentlich schon ganz gut geholfen.

Fazit:
Fick dich, James Bond! Hier kommt "Mr. X to the Z, Xzibit"... hach ne, "xXx"... Aber is' ja Wurscht: Wer einer Lawine wegskaten kann, is' halt einfach cool... :-D

Details
Ähnliche Filme