Review

Schon die Vorschau damals im Kino war der absolute Kracher, da ich eh Fan von Agentenstories bin, durfte ich mir auch Triple X nicht entgehen lassen. Und ich hab so ziemlich bekommen was ich wollte, reinstes Popcorkino.
Dies war Rob Cohens Traumprojekt und er hat es fabelhaft umgesetzt. Er arbeitete schon in " The Fast and the Furious " mit Vin Diesel zusammen. Ein Team dass für Erfolg steht.
Auch hier musste der Erfolg her, denn Triple X war ganz schön teuer, obwohl man große Teile in der Tschechoslowakei gedreht hat.
Das Publikum war begeistert und spülte einiges an Geld in die Kinokassen. So gegeistert, dass bald och eine Fortsetzung herauskam, leider ohne den Turbodiesel.
Die tolle Kameraführung bediente übrigens Dean Semler ( Regiesseur The Patriot ).

Man bedient sich hier bei allen Agentenklischees die es gibt und vor allem bei James Bond. Nur ist die Story lang nicht so ausgereift, wie in einem Bondfilm, denn man setzt hier auf Krawumm Action und die hat es auch in sich.
Extremsportler Xander Cage ( Vin Diesel ) wird als Agent umfunktioniert und soll sich fü den NSA Mann Augustus Gibbons ( Samuel L. Jackson ) in die Gruppe Anarchie 99 einschleußen. Diese wird von dem größenwahnsinnigen Yorgi ( Marton Csokas ) geleitet. xXx schafft es in die Truppe einzudringen und merkt bald, dass er in Yelena ( Asia Argento ) eine Verbündete gefunden hat. Doch bald fliegt Xander auf, aber er will Yelena nicht im Stich lassen und führt den Kampf gegen Anarchie 99 weiter fort. Diese wollen einige Städte mit einem Kampfstoff ausrotten und der Countdown für die Raketen hat schon begonnen.

Das ist auch schon alles, nur die Sache mit der Rekrutierung von xXx bleibt eine schicke Abwechslung. Vor allem die von Gibbons gestellten Aufgaben an Xander sind zwar übertrieben, aber einfach unterhaltsam. Dieser schickt Xander ohne jeglich Kenntnisse nach Kolumbien zu Drogendealern, nur leider hält dieser das für ein Spiel. Schon bei diesem Shootout bekommt man perfekte Action und Stunts o Mass geboten. Diese sind sehr übertrieben, aber klasse gemacht. Es wird geballert ohne Ende und es fliegt alles in die Luft was geht.
Der Actionanteil ist sehr hoch in Triple X und vor allem sehr abwechslungsreich, nur gefightet wird für meinen Geschmack einfach zu wenig.
Dafür gibt es eine irre Snowboardfahrt mit Riesenlawine, eine sehr lange Verfolgungsjagd am Ende und einige Shootouts. Diese sind für FSK 12 manchmal sehr hart anzusehen.

In einer Agentenstory darf auch die Romanze nicht fehlen. Es stellt sich natürlich heraus, dass Yelena eine russische Agentin ist und diese schlägt sich nun auf Xanders Seite. Die Beiden verlieben sich, aber wie die Zwei ne Nummer schieben, dass hält uns Rob Cohen gott sei dank vor.
Auch eine Art Q ist im Film vertreten, der allerhand Spielzeug für xXx kreiert hat und im zum Schluss sogar ein Auto in bester James Bond Manier gebaut hat.

Vor allem beim Sound hat man sich wirklich Mühe gegeben und bietet reichlich Abwechslung bei der Musik. Diese stammt von Profi Randy Edelman. Man bekommt von Hardrock, Rammstein bis hin zu toller Orchestermusik alles geboten, inklusive romantische Sounds. Hier ein ganz großes Lob an Randy Edelman.
Auch Kulissentechnisch braucht man sich nicht zu verstecken. Am Anfang spielt der Film in der sonnigen und exotischen USA, bevor sich der Rest in Prag abspielt. Dort ist es gewohnt düster und auch das Wetter ist nicht das Beste. Vor allem die Clubs sind der absolute Hammer.

Für mich ist Triple X die Paraderolle für Vin Diesel. Dieser mimt den Extremsportler Xander Cage, welcher jeden Stunt mitmacht und immer nen passenden Onliner auf den Lippen hat. Obwohl Diesel nicht groß schauspielern muss, ist er hier einfach großartig.
Auch Asia Argento als Yelena macht eine super Figur und passt sich hier Xanders großem Mundwerk perfekt an. Aber sie hält sich körperlich sehr bedeckt.
Marton Csokas als Yorgi ist auch sehr überzeugend. Er hat Charisma und weiss ganz genau was er will.
Samuel L. Jackson ist immer gern gesehen, egal in welcher Rolle. Auch hier ist wieder die Rolle wert und zeigt sich als teils sehr skruppeloser NSA Agent.
Auch die restlichen Darsteller machen ihre Sache sehr überzeugend und es sind viele verschiedenen Charaktere geboten. Man muss in Triple X nicht unbedingt super schauspielern können, da kann man auch so überzeugen.

Willkommen in der Xander Zone. Hammer Action bis zum Abwinken, furiose Stunts und es geht ein Haufen zu Bruch. Übertriebener geht kaum. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und so gibt es Onliner am laufenden Band, auch Kraftausdrücke. Die Story ist nicht gerade die Beste und auch der Spannungsbogen ist nicht arg gespannt. Triple X ist pures Popcornkino zum Abschalten, dazu noch mit einer perfekten Musikuntermalung. Einfach zurücklehen und amüsieren.
7,5 von 10 Punkten.

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