Review

Der Extremsportler und Prinzip-Outlaw Xander Cage (Vin Diesel) wird für eine NSA-Aktion rekrutiert, bei der es um Leben und Tod geht: Eine osteuropäische Terroristenvereinigung namens "Anarchie 99" hat einige Agenten getötet und steht somit im Visier der amerikanischen Geheimdienste.
Cage soll Informationen über diese Bande beschaffen und wird vom Spezialisten Gibbons (Samuel L. Jackson) für den Einsatz getestet.
Denn er hat den härtesten Stunt seines Lebens noch vor sich...

Dies ist der Auftakt zu einer Stunt-Achterbahnfahrt ohne Gleichen - und das meine ich so, wie es hier steht.
Vin Diesel absolviert eine Szenesportart nach der anderen. Ob es jetzt Base-Jumping ist, Airboarding oder mit einem Silbertablett Tony Hawk Konkurrenz zu machen.
Die Action-Einlagen sind wirklich teilweise äußerst schön anzusehen, doch irgendwie blieb bei mir immer der schale Beigeschmack von Sinnlosigkeit.

Über die schauspielerische Leistung kann ich wieder einmal kein 100%iges Votum abgeben, da ich nur die synchronisierte Fassung gesehen habe, doch hier stimmen die Mimik mit der Synchro gut überein, niemals agiert jemand übermäßig hölzern oder fehlt es an der Energie in der Stimme. Was anfangs etwas stört, ist die "neue" Stimme für Vin Diesel - diese ist übrigens von "Howling Mad" Murdock aus den A-Team-Zeiten, wurde mir gesagt.
Das Budget mag für die Action-Sequenzen ausreichend gewesen sein, doch die Story kam extrem zu kurz. Was macht man da? Man leiht sich einfach aus verschiedenen anderen Filmen die Idee zu Action-Szenen. Erinnert wurde ich vor allem an haufenweise Szenen aus Bond-Filmen, was aber nicht weiter verwunderlich ist, da ja "xXx" als James Bond des neuen Jahrtausends angekündigt wurde. Auch Cages Ausrüstung wurde von Bond oder jedem anderen Superagenten entliehen.
Der Hubschrauber-Einsatz in Kolumbien erinnerte mich dann wieder stark an die Rambo-Filme 2 und 3, aber was solls, etwas neues in einem Action-Film kriegt wahrscheinlich nur noch Jackie Chan hin.
Der Film dümpelt wenigstens nicht in langatmigen Dialogen dahin, er sonnt sich lieber in der Hitze der Explosionen und dummdreisten Sprüchen.
Für kurzweilige Unterhaltung bei den etwas älteren, reiferen Filmfans reicht der Streifen allemal aus, wenn man vorher sein Gehirn abgibt. Daß man dieses nicht braucht, dafür haben die Amis schon gesorgt, denn auch offensichtliches bekommt man an vielen Stellen noch einmal brühwarm aufbereitet - unnötig.
Kurz gesagt, dieser Film, bzw. sein Hauptdarsteller Xander Cage könnte der Superheld für die aktuelle Generation sein; markige Sprüche, halbnackte Frauen in aufreizender Garderobe und nicht zuviel Plotwendungen.
Für diesen Versuch kriegt er 7 von 10 Punkten.
Bei normaler Betrachtung und Bewertung des Filmes kommt er allerdings nur noch auf 4 von 10.

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