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Mit "XXX" kommt nun ein Film, der versucht den altehrwürdingen englischen Geheimagenten James Bond in Rente zu schicken. Mit riesigem Budget, einem ordentlichen Staraufgebot und dem guten Regiesseur Rob Cohen stehen die Chancen gar nicht mal schlecht.
Doch es soll schwerer werden als gedacht, denn "XXX" gelingt es eigentlich in keiner Minute den besonderen Charme eines Bond-Filmes einzufangen und zum Zuschauer zu übertragen. Stattdessen bekommt man ein Actionfeuerwerk geboten, dass den Subwoofer freudig strahlen lässt. Besonders die Gefechtsszene in Kolumbien wurde einwandfrei umgesetzt und es macht einfach nur Spass dabei zuzusehen, wie alles kurz und klein geschossen wird. Doch auch der Rest der Actionszenen wurde recht gut inszeniert, auch wenn sie teils derbe übertrieben wurden.
Doch das sind wir ja von Actionfilmen gewöhnt, weshalb man darüber getrost wegsehen kann.
Negativ dagegen fällt da schon eher die Story auf, welche zwar krampfhaft versucht so wie ein typischer Bond-Streifen zu sein, dabei aber scheitert, denn zum einen ist sie weder tiefgründig und zum anderen beinhaltet sie einige logische Löcher, die sich beim Betrachten des Filmes deutlich offenbaren. Zwar sind die Bond-Filme auch nicht unbedingt tiefgründig oder ohne logische Fehler, doch irgendwie kauft man einem James Bond seine Story eher ab als einem Xander Cage.
Die Darsteller jedoch agieren recht gut, man sollte jedoch jetzt keine oscarreifen Vorstellungen erwarten, denn dafür sind sie noch weit entfernt.
Zudem ist auch die Musik zum gewollten Style des Filmes gewählt und passt somit auch wunderbar dazu.
Das Ende von "XXX" ist in wirklich dreister Form an einen typischen Bond angelegt und will wie alles bei Bond geklaute irgendwie nicht dazu passen. Bond bleibt eben Bond, da kann Xander Cage noch so halsbrecherische Stunts machen wie er will.

Vergleicht man Xander Cage mit James Bond, fällt dieser wie gesagt gnadenlos durch, da Vin Diesel in keinster Weise das typische Bond-Flair zu verbreiten vermag.
Als sinnlose Non-Stop-Action Unterhaltung taugt Diesels Agentenactioner aber allemal, da man aufgrund einer guten Inszenierung durchweg unterhalten wird.
Noch 7 von 10 Punkten.

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