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Xander Cage ist einer der besten Extremsportler der Welt und ist überall bekannt. Er nimmt sein Leben ziemlich easy und geht mal ein wenig snowboarden, surfen oder springt mit einem geliehnen Auto von einer Brücke und lässt den Wagen zerschellen, während Xander sich mit dem Fallschirm retten kann. Als aber plötzlich ein Typ von der NSA auftaucht, und ihn entführt, hat er nun folgendes Problem: Entweder kommt er in den Knast, oder er schleicht sich als Undercover- Geheimdienstagent durch. Sein Auftrag: Er soll möglichst viele Informationen über die Gruppe „Anarchie 99“ sammeln. Von nun an wird er nur noch xXx genannt. xXx nimmt den Auftrag an und holt sich viele Infos und macht sich bei Yorgis Leuten beliebt. Er schafft es knapp, einem Attentat zu entgehen, aber er ist noch nicht fertig. Er alleine will der schönen Yelena helfen und sie aus diesem Sumpf herausholen.

Wenn Rob Cohen und Vin Diesel zusammenarbeiten wie hier und auch schon bei the fast and the furious scheint dabei eine klare Tendenz vorzuherrschen. Beide Filme sind gnadenlos ob poppig hip getrimmt und scheinbar hauptsächlich für die Playstation und MTV Generation gemacht zu sein. Beide Filme sind dabei schön bunt anzuschauen, Diesel spielt den obercoolen Macho, der immer einen losen Spruch auf den Lippen hat und beide Streifen sind dabei völlig überdreht und in etwa so realistisch wie die Wiedervereinigung Koreas in den nächsten Monaten.
Langeweile kann man xXx allerdings nicht vorwerfen, die Action ist fließend und richtige Leerlaufzeiten sind nicht zu vermelden. Ständig wird geballert, explodiert und die Stuntleut müssen Überstunden schieben. Besonders die Stunts sind wirklich eine Augenweide und wenn man sein Logikzentrum im Kopf ausschaltet, ist der Film ein optisches Highlight, voller Krachwumm und flotter Autos. Angelegt ist das ganze offensichtlich als flippige James Bond Variante, es gibt ja sogar einen Q-Ersatz der Xander mit einigen technischen Gimmicks versorgt und auch der Schurke mit seiner Bombe und Allmachtsfantasien paßt ganz gut in die Ahnenreihe von Blofeld und Konsorten.
So richtig warm bin ich mit xXx allerdings nicht geworden. Zu übertrieben sind die AKtionen, zu unrealistisch die Story und zu hektisch der Ablauf, da hilft auch die knalligste Action drüber hinweg. Ich werde wahrscheinlich langsam alt, aber ich würde jederzeit den ollen Goldfinger vorziehen.
5/10

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