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Dieser Streifen definiert sich über Brachial-Action, Millionen Klischees und ein aus diversen James-Bond-Filmchen (Dr. No, Goldfinger, Leben und sterben lassen, Lizenz zum Töten, Im Geheimdienst ihrer Majestät – um nur ein paar zu nennen) zusammengeflicktes Drehbuch (oder gab es das dafür überhaupt? Vielleicht ist der Name des Pseudo-Drehbuchautors nur eine Erfindung, um die Credits zu vervollkommnen).

Eigentlich wenig neues von der zerstörerischen, auf Logik meist verzichtende oder gar missachtende Action-Front. Eigentlich. Oder was? Was Triple X dennoch zu einem kurzweiligen, amüsanten Zeitvertreib macht, sind die rasanten Schnitte, der bisweilen trockene Humor und eine supersexy Asia Argento, die wohl ihre beste Vorstellung seit B. Monkey abliefert.

Aber Vin Diesel, in manchen Filmzeitschriften ein Erbe der Schwarzenegger-Stallone-Willis-Ära, ist und bleibt zwar ein muskelgestählter Held mit Hinguckerpotential, doch ihm fehlt das, was die Actionheros der 80er zu so immenser Popularität verholfen hat: Leinwandpräsenz und Charisma. Davon wird er noch einiges an Arbeit zu investieren haben. Neben dem Nachholbedarf an professioneller Schauspielerkunst. Man kann nicht behaupten, ein Hüne wie Schwarzenegger hätte viel davon (gehabt), jedoch konnte der diesen offensichtlichen Mangel mit einer riesigen Portion Selbstironie wett machen. Ach ja, und der Rest des Films?

Nun … Zugegeben, man kann das Gehirn beim Ticketschalter im Kino absetzen und versuchen, es nach der Vorstellung nicht zu vergessen. Aber die (hochglanzpoliertverwöhnten) Augen werden eine Freude an diesem seelenlosen Overkill-Trash haben. Das Intro mit der Band Rammstein legt natürlich die Prämisse des Streifens von vornherein fest: Feuer frei, Bang, Bang! 7/10

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