Schöner Endzeit-Streifen, aber ..
Die Story um eine von einer Baustelle zur Londoner U-Bahn ausgehobenen Drachenbrutstätte, die den Anfang vom Ende der Menschheit heraufbeschwören sollte klingt phantastisch. Das ist der Fantasy-Stoff, wie wir ihn lieben ... und wir hätten ihn geliebt, wenn, ja wenn nicht die Story in die Hände des Serien-Regisseurs Rob Bowman („Akte X“, „Alien Nation oder „Baywatch“) gefallen wäre, der das Potenzial der Geschichte leider nicht ansatzweise auf die Leinwand bringt.
Wenn man bedenkt, dass man aus dieser Story einen überragenden Action-Streifen hätte machen können, ist das Ergebnis sicherlich enttäuschend.
Matthew McConaughey und Christian Bale als resolute Krieger der Apokalypse geben zwar ihr bestes – Dennoch wird die Marine-Truppe der Drachentöter viel zu schnell verheizt, so dass wir leider nicht in den Genuss heiß-ersehnter Kämpfe von Mann gegen Monster kommen.
Schade, dass diese eigentlichen Angriffe relativ kurz gehalten sind. Action kommt zu kurz, das Drama ebenso, Sinn und Logik bleiben dabei leider auch auf der Stecke, oder kann mir mal jemand erklären, woher die Horde der Drachentöter in einer zerbombten Welt den Sprit für ihre Panzer und für den Hubschrauber haben? Oder warum der männliche Über-Drache zwar Atombomben übersteht, aber vor Quinns’ Armbrust tot umfällt? Wahrscheinlich hat er sich totgelacht...
Nichtsdestotrotz mag das Spektakel ohne Zweifel zu unterhalten, die leider nur knappen 100 Minuten vergehen wie im Flug. Weiterhin können die Spezialeffekte und das eindrucksvolle Set-Design überzeugen, das eine ansprechende Endzeit-Stimmung aufkommen lässt.
Entschädigt wird man des weiteren auch mit einem brachialen Soundgewitter, welches das heimische Digital–Kino bis ins Detail ausreizt!
Alles in allem ist letztendlich halt wieder „nur“ Popcorn-Kino rausgekommen:
Anspruchslose, optisch beeindruckende Unterhaltung mit inhaltlichen Schwächen für alle Freunde von Action- und Fantasy-Abenteuern.
Schade um die verschenkte Chance: Hier hätte etwas Großes entstehen können!