Durch einen Glücksfall war ich in der Lage, den Film nach dem FFF und vor dem deutschen Kinostart sehen zu können. Was sich mir auf der Leinwand darbot, war ein recht angestrengter Versuch, das Fantasy-Thema mit der Realität zu verbinden - was nicht so ganz funktioniert hat.
Nachdem ein Drache in einem U-Bahn-Schacht zum Leben erweckt wurde, verwüstet dieser die Städte und in der Zukunft verstecken sich die überlebenden Menschen in Festungen, da die Drachen die Welt beherrschen.
Quinn, der damals den ersten Drachen gesehen hat, führt ein Fort von Menschen an, die in der Wüste der Landschaft ums Überleben kämpfen.
Eines Tages erscheint eine kleine Einheit von Elite-Kämpfern vor seiner Festung und bittet um Einlaß - die Soldaten sind Drachentöter...
Was mich vor allem überrascht hat, war das Aussehen von Weichspüler "Wedding Planner" Matthew McConaughey. Er ist ein glatzköpfiger, überaus muskulöser und tätowierter Soldat.
Auch die Erwartung, was Mr. "X-Files" Bowman uns hier kredenzen würde, war recht hoch.
Doch noch einigen Minuten des Ansehens schraubte, ich meine Erwartungen dann doch um einiges zurück und konnte den Film so besser genießen.
Die Story an sich hat wirklich Potential, doch die schlußendliche Ausführung bleibt doch weit hinter den Möglichkeiten zurück.
Die Idee mit den "Erzengeln" war wirklich gut, auch die Schwachstelle der Drachen war logisch, bzw. verständlich. Trotzdem wurde an vielen Stellen mit Logik und Action gespart, deswegen wird den Kinobesuchern, die sich einen Actionreißer erwartet haben, der Film als zu dialoglastig erscheinen. Die Effekte sind solide und besonders die Drachen sind größtenteils mit der "Dragonheart"-Engine gemacht worden, die Ähnlichkeit ist einfach zu verblüffend. Trotzdem sind sie gut getroffen und bewegen sich nicht zu künstlich. Alles in allem sind die Effekte, die einen Gutteil des Filmes ausmachen, annehmbar und lassen den Film nicht in eine billige Machart abfallen.
Die Akteure heben den Film nochmals um einiges an. Wer weiß, wie er geworden wäre, hätte man nicht die 2. Garnitur der A-Riege genommen?
Christian Bale bringt den Anführer sehr gut rüber, auch wenn er mich ein wenig an Dennis Leary in "Demolition Man" erinnert - keine Ahnung, warum.
Matthew McConaughey macht auf jeden Fall eine gute Figur als Mr. Superpatriot, was mir allerdings sofort auf die Nüsse ging ("Arm ist ein Land, das Helden braucht"...bläääh!). Auch Izabella Scorupco, die nicht allzuviel zu tun hat, geht in Ordnung. Lustig war es, den Schiffsdoktor aus "Voyager" zu suchen, der nicht leicht zu erkennen war - jedenfalls für mich.
Ansonsten macht der Film, wenn man in ihm eine Mischung aus "Beowulf" und einem beliebigen Endzeitfilm sieht, eine Menge Spaß - auch wenn es mit den Filmfehlern nicht so genau genommen wurde ( Stichwort: Pferd und Nahrungsmittelknappheit).
Mit gutem Gewissen 6 von 10 Punkten.