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„Die Herrschaft des Feuers“ bietet aufwendige Endzeitaction, die allerdings nicht ohne Schwächen ist.
Der Beginn spielt zur heutigen Zeit: Der kleine Junge Quinn besucht seine Mutter, eine Ingenieurin, bei Arbeiten an einem U-Bahnsystem in London. Dort entdeckt man eine seltsame Höhle, die sich als Versteck eines Drachens erweist. Der wacht auch prompt und erledigt alle Anwesenden bis auf Quinn. Auch wenn er eher unwichtig für den Film ist, so macht der Opener doch Laune auf mehr.
Nach einer coolen Einführung, in der man erfährt, dass die Drachen die Zivilisation zerstörten und die Menschheit nun in einer Endzeitumgebung á la „Mad Max“ lebt, trifft man den inzwischen erwachsenen Quinn (Christian Bale) wieder. Er leitet ein kleines Grüppchen, das in einer Burg eine Lebensgemeinschaft bildet. Doch auch hier gibt es Schwierigkeiten, z.B. als sich einige Quinns Weisungen widersetzen und trotz Drachengefahr die Ernte einholen wollen. Prompt taucht auch eins der Viecher auf und die anderen müssen sie raushauen. Hier beginnt eine der kleineren, aber durchaus akzeptablen Actionszenen.

Nach einer Weile kreuzt der Amerikaner Denton Van Zan (Matthew McConaughey) auf mit seiner Privatarmee auf, der sich als Drachenjäger erweist. Er behauptet, er habe einen Weg gefunden, der Drachenplage Herr zu werden. Es gibt nämlich nur noch einen männlichen Drachen und der lebt in London. Würde man ihn beseitigen, würden die Biester aussterben...
Das Szenario von „Die Herrschaft des Feuers“ ist ziemlich interessant und innovativ, auch wenn man sich ein wenig bei Filmen wie „Mad Max 2“ usw. bedient hat. Allerdings erweist sich die Spannungskurve bestenfalls als solide und auch das Interesse nimmt nach einer Weile ab. Zudem sollte man keine Massenschlachten gegen Horden von Drachen erwarten, wie man aus Plakat und Trailer schließen könnte. Stattdessen gibt es nur Duelle mit einzelnen Drachen, die dann auch die Glanzlichter des Films sind. Ein wenig nervig sind die Versuche noch ein wenig Dramatik in diesen Fast Food Film zu bringen, meistens dann wenn mal wieder einer verfrühstückt wurde.
Die Actionszenen sind dann recht gut inszeniert, wobei es allerdings nur zwei sehr ausgiebige Kämpfe gegen Drachen gibt. Einmal die Jagd in der Mitte des Films und das Finale. Diese sind dann auch wirklich wuchtig und beeindruckend mit ordentlich Krawumm, Geballer und Special Effects. Auch die Stunts sind allererste Sahne, lediglich der Sprung vom Turm gegen Ende des Films wirkt eher lächerlich (muss man gesehen haben, um zu verstehen was ich meine).

Auch die Effekte können über den eher schwachen Plot hinwegtrösten, denn die Animationen der Drachen sind wirklich spitze und sehen nie schlecht aus. In Verbindung mit einigen interessanten Einfällen wie z.B. den Erzengeln (Fallschirmspringer, die Drachen mit Netzen niederhalten) und guten Stunts entstehen einige klasse Momente.
Christian Bale und Matthew McConaughey, beide ungewohnt verwildert und verwegen, spielen auf annehmbaren Popcornniveau, so dass man ihre Leistungen nicht kritisieren kann. Izabella Scorupco als weibliche Hauptrolle ist leistungsmäßig auf dem gleichen Level und auch die Nebendarsteller machen ihre Sache recht gut.

„Die Herrschaft des Feuers“ bietet ordentliches Entertainment mit tollen Tricks, einem guten Szenario und netter Action, auch wenn Actionmenge, Spannung und Plot etwas zu wünschen übrig lassen.

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