Es macht einfach Freude,dem alten Clint Eastwood bei seinen cleveren Ermittlungen zuzusehen.Die Zeiten des impulsiven „Dirty Harry“sind vorbei,das große Actionfeuerwerk hat der charismatische Mann nicht mehr nötig,stattdessen hat man bei „Blood Work“den Eindruck,als spiele er einen Großteil nur sich selbst in diesem Old-School-Thriller.
Terry McCaleb erleidet während einer Verfolgung des berüchtigten Codekillers einen Herzinfarkt.Im Krankenhaus wird ihm ein fremdes Herz transplantiert,was ihm das Leben rettet.Doch die wohlverdiente Ruhe des Ex-FBI-Profilers hält nicht lange an,denn die Schwester einer Ermordeten wendet sich an Terry,er möge den Mörder ihrer Schwester finden.Nach anfänglichem Zögern willigt er ein,denn – es ist das Herz der Ermordeten,das in Terrys Brust schlägt…
Richtig schön klassischer Krimi-Stoff,den Eastwood hier abliefert und kaum ein anderer kann es sich leisten,die Geschichte so ruhig und besonnen zu erzählen,denn alles fokussiert sich auf
seine eigene Person als angeschlagenen Cop,der es noch mal wissen will.
Und Clint meistert seine Rolle wie immer ohne großen Einsatz von auffälliger Mimik,da ist schon einiges abzulesen,wenn sich die zusammengekniffenen Augen mal etwas weiten und sein enormes Charisma erledigt den Rest.
Die Story ist von der Grundidee keineswegs innovativ und echte Überraschungen gibt es auch nur zum Schluß,wenn sich der Kreis der Verdächtigen immer enger zieht.
Da passt das(zugegeben spannende)Finale auf dem Boot gar nicht so recht rein und auch die Obertölpel der Polizei wirken etwas überzeichnet.
Dennoch geht Ex-Profiler Terry clever und mit viel Erfahrung an seine Ermittlungen und genau das macht den Spaß an der Sache aus.Miträtseln und Kurzweil erleben.
Hat man selten,dass ein Film gleichzeitig spannend und entspannend auf den Zuschauer wirkt,Clint Eastwood hat´s mit „Blood Work“geschafft.
8 von 10 Punkten