Review

kurz angerissen*

erstmals veröffentlicht: 08.08.2015

Eigentlich ganz einfach: Ein sympathischer Dicker, ein sportlicher Schmiersack, eine unerreichbar erscheinende Frau, um die sich beide streiten, und eine Disziplin, in der Dicke traditionell eher Schwierigkeiten haben - fertig ist das Underdog-Feelgoodmovie. „Cuban Fury“ bewegt sich grundsätzlich auf sicherem Eis, nutzt es aber durchaus für ein paar ansehnliche Pirouetten. Nick Frost stellt unter Beweis, dass er auch ohne Simon Pegg funktionieren und gar als Zugpferd fungieren kann. Gegenüber den Cornetto-Filmen wird an ihn die Anforderung gestellt, sich menschlich zugänglich zu präsentieren und nicht nur als schrägen Sidekick, was ihm auch problemlos gelingt.

Hat man natürlich hin und wieder mal einen Sammo-Hung-Film gesehen, wird im Vergleich deutlich, dass Frost nun nicht unbedingt der agilste Pfundskerl ist, seine Beweglichkeit genügt jedoch den Anforderungen der Regie vollauf, die ihn zwar in hitzige Salsa-Gefechte schickt, allerdings auch mit Kameratricks gut unterstützt, und eine gewisse Grundfitness bringt der Brite definitiv mit. Es geht auch gar nicht darum, mit „StreetDance“- oder „Step Up“-Choreografien mitzuhalten, vielmehr werden die Duelle gegen den ungeliebten Widersacher zu verrückten Hahnenkämpfen stilisiert, in denen man sich auch einen Ben Stiller („…und dann kam Polly“) hätte vorstellen können.

Eine flotte Raff-dich-auf-Ode eben, eine Tanzen-ist-Leben-Gleichung, mit der man seine Probleme für den Moment bequem wegswingen kann. Ob man dabei über oder mit Nick Frost lacht, ist wohl abhängig von der Gesinnung oder auch der aktuellen Stimmung des Betrachters.

*weitere Informationen: siehe Profil

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