Review

Kurz und schmerzlos: "Andy Warhol's Dracula" entpuppt sich als ziemliche Schlaftablette. Anstatt schaurigen Vampirhorrors fühlte ich mich eher an einen Lady Chatterley-Streifen erinnert, incl einlullendem Klimpersoundtrack und allzeit zu allem bereitem Gärtner. Spannung oder Dynamik in der Story ist zu keinem Zeitpunkt vorhanden und man muss schon gutes Sitzfleisch haben um die zahlreichen Nacktszenen und belanglosen zu überstehen. Immerhin wird man am Ende mit einer wirklich derben Bluteinlage ein klein wenig entschädigt, im ganzen Rest des von Paul Morrissey inszenierten Filmes kommt es lediglich zu zwei unspektakulären Beissaktionen mit anschliessendem Übergeben.
Rein technisch ist das Ganze zwar auch ganz ordentlich gelungen, Atmosphäre ist durchaus vorhanden. Nur leider fehlt eben jeder Anflug von Spannung. Da kann leider auch ein überzeugend agierender Dracula Udo Kier nichts dran ändern...

Letztlich ganz eindeutig ein Film für ein kleines Randpublikum, der wohl einzig aufgrund seiner teils äußerst seltenen Video-Auflagen in Sammlerkreisen einen gewissen Kultstatus geniesst. Würde nicht "Andy Warhol" draufstehen, wäre diese lahme Dracula-Version wohl schon lange in der Versenkung verschwunden...

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