Review

Also, dieser Film ist einfach oberdämlich. Die (kaum wieder zu erkennende) Dracula-Geschichte wird hier instrumentalisiert, um eine lächerliche pseudopolitische Botschaft rüberzubringen. Diese Ehre kommt Muskelschönling Joe Dallesandro zu, der mit unbeweglicher Miene am laufenden Band Proletarier-Parolen abstinken läßt, wenn er nicht gerade die verzogenen Töchter der heruntergekommenen Adelsfamilie De Fiore beschält. Dracula, der irgendwie als protokapitalistischer Ausbeuter konnotiert ist, braucht das Blut von Jungfrauen, die in einer "fortschrittlichen" Gesellschaft immer schwerer zu finden sind, und so hält Dallesandro es für am besten, auch noch die 14jährige (!) Tochter der Familie zu deflorieren. Nachdem er Dracula gepfählt und zerstückelt hat, kommentiert er das mit dem Spruch, Dracula hätte ja nie irgendwem genützt, womit die Arbeitermoral endgültig über das vampirische Kapital siegt.
Über die blutigen Effekte kann ich leider nicht viel sagen, da ich nur eine zensierte Fassung gesehen habe. Von zwei Punkten gibt es einen dafür, dass ein paar nett anzusehende Damen mitwirken, den anderen für die große schauspielerische Leistung von Udo Kier.

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