Mit „Nonstop Nonsens“ (1975 bis 1980) gelang Dieter Hallervorden der Durchbruch als Komiker, seine Figur Didi prägte mindestens eine Generation. Aber es gab auch eine Zeit davor. Vorliegende Komödie drehte Hallervorden mit Ralf Gregan, die bis heute eine tiefe Freundschaft verbindet und zwischen denen es immer mal wieder eine Zusammenarbeit („Didi – Der Untermieter“) gab.
Nach sieben Jahren Ehe holen Hannelore (Lilo Pulver) und Lukas (Hallervorden) ihre Hochzeitsreise nach Rom nach. Doch bevor sie dort ankommen, gehen bereits die Probleme los: Kurz vorm Ziel geht das Benzin aus, Lukas` Brieftasche wird geklaut und dann gibt es noch einen Galan (Alberto Farnese), der Hannelore ständig den Hof macht…
Die Dreharbeiten müssen recht chaotisch gewesen sein und Lilo Pulver äußerte sich später nicht gerade wohlwollend über den Dreh und den inhaltlichen Fokus auf zuviel Klamauk. Womit sie nicht ganz Unrecht hat, denn viele Szenen wirken arg forciert und gleichermaßen altbacken, während das Skript insgesamt ziemlich willkürlich anmutet und keinem klaren Konzept folgt. Selbst Running Gags wie Heuschnupfen und Joga-Übungen werden im Verlauf vergessen.
Während Lukas als typischer Pedant in Erscheinung tritt und bei der Polizei darauf beharrt, stundenlang die Verbrecherkartei durchzugehen und lieber den VW-Käfer poliert, anstatt den Urlaub zu genießen, versucht dies seine bessere Hälfte und lässt sich von dem einheimischen Gigolo umgarnen. Jene Passagen kommen selbst für damalige Zeiten einfallslos und plump daher, zumal sich hier auch kleinere Längen einstellen.
Zwar gibt es zwischenzeitlich ein wenig Action, als eine temperamentvolle Erscheinung unablässig auf zwei Fliehende schießt, während der erwähnte Käfer irgendwann mit einem Dutzend Bambinis hoffnungslos überladen ist, doch solche Momente sind leider recht selten.
Wie Fremdkörper muten in diesem Zusammenhang einige Visionen des Gehörnten an, die sogar in eine recht düstere Ecke abdriften, gleiches gilt für eine frivole Einlage mit einer Nackten (Ewa Strömberg), welche ebenfalls komplett ins Leere läuft.
Darstellerisch ist hingegen wenig auszusetzen, obgleich Hallervorden im Vergleich zum späteren Didi eher zurückhaltend performt und Pulver nur allzu selten die Möglichkeit erhält, ihr ansteckendes Lachen einzusetzen. Im Zusammenspiel mit italienischen Nebencharakteren punkten hingegen beide, zumal das Timing der Dialoge sitzt, jenes, was der Geschichte insgesamt auffallend fehlt.
Denn stationsartig greift man Situationen auf, in die ahnungslose Touristen in Rom tappen können, was nur selten mit kreativen Momentaufnahmen einhergeht. Zwar sind die Settings zu jener Zeit klasse und der markante Score trägt durchaus zur guten Laune bei, doch das schwache Drehbuch sorgt für zu wenig Schwung und eine insgesamt eher geringe Gagdichte.
Knapp
5 von 10