Review

Noir ist eine äußerst spannende Mysterie-Action Serie, die besonders durch ihre trübe, traurige Stimmung besticht.
Am ehesten lässt sich diese mit der aus Cowboy Bebop (besonders in den letzten Episoden) vergleichen.
Szenen wie wenn Kirika der Tochter des Mannes begenet, den sie gerade getötet hat, sind einfach genial.
Die Kämpfe sind auch sehr gelungen. Auf Gewalt wird weitestgehend verzichtet und es fließt so gut wie nie Blut, dennoch sind die Kämpfe manchmal recht hart.
Die Zeichnungen und Charadesigns gefallen mir sehr, auch wenn sie teilweise etwas an CB erinnern.
Die Animationen sind, wenn vorhanden, ebenfalls recht gut.
Allerdings wird Noir durch seine vielen, immer wieder auftauchenden Standbilder geprägt.
Einerseits unterstreichen diese natürlich die ruhige und traurige Grundstimmung und transportieren das "stille Verharren" der Personen auch visuell gut, andereseits haben sie natürlich den touch von Sparzwang, denn es bewegt sich wirklich absolut nix.
Das eine Figur mal 30-40 Sekunden völlig regungslos auf etwas starrt, ist als filmisches Mittel auf jedenfall gut zu verwenden um bestimmte Stimmungen rüberzubringen.

Das sich dabei aber nicht mal die Kerzenflammen im Hintergund bewegen ist dann doch eher schwach.
Ebanfalls nicht ganz so positiv ist das "offene" Ende der Serie, das wohl Spielraum für eine eventuelle Fortsetzung lassen sollte.
Auch die langen Rückblenden nerven mit der Zeit etwas.
Wenn man die Serie im TV sieht wo nur eine Folge pro Woche kommt sind sie bestimmt recht sinnvoll, aber auf DVD, wo man die Folgen nacheinander weg ankucken kann, nerven sie mitunter doch ziemlich.
Nichts desto trotz bleibt Noir eine absolute Spitzenserie die ich jedem nur wärmstens empfehlen kann.

Details
Ähnliche Filme