Staffel 2
Psychologischer Inzest
"Bates Motel" Staffel 2 erzählt von Normas Aufstieg in der Kleinstadthierarchie, Normans immer ausgeprägter werdenden Psycho-Anfällen und Dillans schnell wachsender Rolle im Kampf zweier Drogenimperien. Und dabei will ich doch eigentlich nur sehen, wie der süße Norman zu einem der spannendsten Serienkillern der Filmhistorie wurde... Das zweite Jahr der "Psycho"-Vorgeschichte hat seine Momente und steigert sich sogar in Teilen zur Einstiegsseason. Doch eine wirklich sehr gute Serie sieht weiterhin anders aus. Dafür bleiben zu oft Highlights aus und ganze Folgen vergehen höhepunktlos. Und das sage ich als riesiger "Psycho"-Fan mit großem Interesse an der Entstehung des Mythos Bates.
Weiterhin die tragenden Säulen sind Highmore und Farmiga. Sie stehlen jede Szene in der sie sind, erst recht die wo nur die beiden zu sehen sind. Alles andere wirkt dagegen blass, erst recht die ganze Geschichte um Dillan und die Drogenfamilien, die ich oft allzu gerne skippen würde. Manchmal hat man das Gefühl, dass Normans Entwicklung etwas auf der Stelle tritt und Norma zu launig zwischen Sympathieträgerin und Verrückte schwankt. Aber so ist das wohl eben bei echten Psychos. Außerdem wird man ja nicht übernacht zu Norman Bates. Normans Liebschaften sind diese Staffel wesentlich interessanter und ich bin sehr gespannt, wie es mit einigen Nebenfiguren weiter oder besser gesagt zu Ende geht. Denn wo das Ganze hinführt, wissen wir ja... oder doch nicht?
Fazit: Norman + Norma = Für immer Liebe?! Die doppelte Charakterstudie der zwei ist stark. Das komplette Beiwerk eher dröge. (7/10)