Review

Staffel 3

Staffel 3


Nur ein kurzer Blick hinter den Duschvorhang


Serien können über einen Hai springen... was so viel heißt, dass sie ihren Höhepunkt hinter sich haben. Leider haben nur die allerbesten Serien diesen am Ende ihrer Laufzeit. Bei "Bates Motel" hoffe ich noch auf diese Highlightstaffel. Vielleicht ja hintenraus, wie es die ganz großen ala "Breaking Bad" machen. Denn bis jetzt ist alles gut - nur eben die unvergesslichen Momente und schockierenden Messerstiche fehlen noch. Im dritten Jahr bahnt sich eine Affäre zwischen Norma und dem Sheriff an, Norman zeigt seine liebenswerte Seite immer seltener und Whitepine Bay zeigt noch mehr seiner Schattenseiten...


Wie ein Leierkasten kann ich mich nur wiederholen - was Farmiga und Highmore abliefern, ist beachtenswert und das Herz der Serie. Der Rest stolpert dagegen immer etwas unbeholfen nebenher. Vor allem dass Nornans Halbbruder so viel Screentime bekommt kann ich nicht verstehen. Ebenso hätte ich auf das Wiedersehen mit einer alten Bekannten verzichten können. Season 3 ist nicht schlechter als die zwei vorangegangenen Jahre, vor allem Normans endlich flotter durchschlagende Entwicklung gefällt mir. Etwas frustrierend ist das highlightlose Herumdümpeln auf alten Pfaden, im gehobenen Serienmittelfeld, allerdings schon. Und wenn dann im Finale mal wieder gezeigt wird, wozu die Serie im Stande ist, wie man auch stilistisch die Verschmelzung von Norma und Norman zeigen kann, dann muss man sich fragen, warum man so oft mit angezogener Handbremse fährt. Für "Psycho"-Fans weiterhin ein feines Aperitif. Der Hauptgang lässt aber meiner Meinung nach auf sich warten wie eine echte Diva. Wenn er denn überhaupt noch kommt...


Fazit: man hat zwar immer das Gefühl, dass viel mehr passieren müsste, doch Normans unaufhaltsamer Abstieg in die Dunkelheit fesselt genug, um dran zu bleiben. Konstante Serie. Gute Staffel. Da geht aber noch mehr... hoffentlich. (6,5/10)

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