Review

Staffel 4

Staffel 4

Der Meister der Spannung wäre... zumindest gut unterhalten

Im vierten Jahr läuft "Bates Motel" endlich auf Hochtouren und liefert eine runde Staffel mit etlichen Höhepunkten. Norma heiratet den Sheriff und scheint endlich das Glück gefunden zu haben. Norman muss in die Psychiatrie und wirkt endgültig eher böse als verwirrt. Und Dylan und Emma... ach, die sind zwar süß zusammen, aber egal, bekommen zum Glück weit weniger Zeit gewidmet als in den Staffeln zuvor. Das vierte Jahr wirkt so frisch und mutig wie die Serie schon lange nicht mehr. Vielleicht kreativer und herzhafter denn je. Der jahrelang angedeutete Showdown zwischen Mutter und Sohn wird immer dramatischer und scheint unausweichlich. Und nun ist Norman langsam sogar so weit, die ohnehin fragwürdigen Nebenfiguren zu dezimieren. Das verspricht eine großartige Finalstaffel, die dann aufhören könnte, wenn es am schönsten ist. Und wer weiß wieviele Überraschungen und Neuerungen noch auf den erfahrenen "Psycho"-Fan losgelassen werden.

Das vierte Jahr der Bates-TV-Show bietet mit Abstand am meisten für ihr Geld, macht qualitativ einen großen Satz nach vorne. Spannender als zuvor, schneller denn je, unberechenbarer und dynamischer. Vor allem die letzten beiden Episoden sind Fernsehen wie es kaum besser geht. Man merkt jederzeit, dass es dem Ende entgegen geht, dass mehr auf dem Spiel steht und dass es vor allem für Norman kaum einen Weg zurück gibt. Die Nebenkriegsschauplätze werden minimiert und man widmet sich ganz dem komplizierten Seelenleben von Norman und Norma. Wieder exquisit gespielt von Farmiga und Highmore, die man kaum genug loben kann. Endlich kommt man an die Füllung der Torte, an die guten Stücke Fleisch des Bratens. Normans Klinikaufenthalt ist dramatisch, Normas Beziehung zum Sheriff ist zu schön um wahr zu sein und sogar Dylan glänzt mit weniger aber dafür einfühlsameren Auftritten. Die letzte Stunde ist ein heftiger Cliffhanger und macht mächtig Appetit auf das letzte Jahr. Dann inklusive der bekannten Story aus dem Hitchcock Überklassiker. 

Fazit: die bisher mit Abstand beste Staffel der Serie. Konzentriert. Rund. Enorm spannend und wendungsreich. So langsam zahlt sich das Warten und die Vorarbeiten der vorangegangen Staffeln aus... (8/10)

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